Wörth
Pfalzmeister werden nicht mehr geehrt
„Wir wollen nicht mehr in dem bisherigen Umfang Ehrungen vornehmen“, verkündete Beigeordneter Tim Walter (FWG) als Vorsitzender des Ausschusses für Kultur, Soziales, Sport und Vereinswesen, als er die neue Satzung über Ehrungen der Stadt vorstellte. Er hatte einen Arbeitskreis aus allen Fraktionen gebildet, um „einheitliche Richtlinien für Sport, Musik und Ehrenamt“ zu schaffen. So entstand die Ehrungssatzung der Stadt Wörth.
Sie bringt einige entscheidende Veränderungen mit sich. So waren es bei der letzten Sportlerehrung, die im Jahre 2023 stattfand, noch insgesamt 205 Sportler, die geehrt wurden. Nach den Richtlinien der neuen Ehrungssatzung würden es nur noch 50 sein, wie aus einer Auflistung, die in der Sitzung verteilt wurde, zu lesen war. Dieser Unterschied kommt daher, dass es verschiedene Ehrungen nicht mehr geben wird.
Anerkennungsbetrag vom Bürgermeister
So soll es in Zukunft keine bronzene Münze für Pfalzmeisterschaften mehr geben, sondern nur noch für zweite oder dritte Plätze bei Rheinland-Pfalz-Meisterschaften. Für Mannschaften, die unterhalb der Pfalzliga aufgestiegen sind, gab es bisher einen Pokal. Auch diese Ehrung entfällt zukünftig. Dagegen bestehe jetzt aus Sicht der Verwaltung der Wunsch, dass der Bürgermeister wieder einen Anerkennungsbetrag von 50 Euro überreichen soll, so Büroleiter und Abteilungsleiter Zentralverwaltung Tobias Simon.
Die Silbermünze – bisher für erste bis dritte Plätze bei Rheinland-Pfalz-Meisterschaften – gibt es nur noch für den ersten Platz. Oder für den vierten oder fünften Platz bei Deutschen Meisterschaften. Die Goldene Münze gibt es nicht mehr beim ersten bis fünften Platz bei Deutschen Meisterschaften oder der Teilnahme an Europa- und Weltmeisterschaften, sondern nur beim ersten bis dritten Platz bei Deutschen oder ersten bis fünften Platz bei Europa- und Weltmeisterschaften. Gleiches gilt jetzt bei musikalischen Erfolgen.
Nur einmal Ehrung für gleichen Erfolg
Die Ehrung herausragender ehrenamtlicher Tätigkeit ist in die neue Satzung integriert und entfällt in den Vereinsförderrichtlinien. Dazu kommt, dass Ehrungen für den gleichen Erfolg zu Lebzeiten nur einmal vergeben werden, was im Gegensatz zur bisherigen Handhabung steht. Da wurden die Sportler mehrmals für ihre Erfolge geehrt.
„Wir werden die Sportlerehrung langfristig gegen Null fahren“, monierte Wörths Ortsvorsteher und Ausschussmitglied Helmut Wesper (SPD). Er habe das bereits im Arbeitskreis, bei dem er als einziger Teilnehmer aus dem Sportbereich mitarbeitete, angeführt. Er zeigte dann auf, dass wohl keine Mannschaft in Zukunft mehr geehrt werde, wenn sie für die Pfalzmeisterschaft keine Anerkennung mehr erhalte. Er führte das Beispiel der Handballer an, bei denen es gar keine Rheinland-Pfalz-Meisterschaft gibt, sondern eine Liga gemeinsam mit Vereinen aus dem Saarland.
Der Ausschuss stimmte der Ehrensatzung bei drei Gegenstimmen von der SPD zu. Ob sie tatsächlich in Kraft tritt, entscheidet der Stadtrat in seiner Sitzung am 9. Dezember.