Neupotz Ortsrufanlage: Die Tücken des Wiederaufbaus

Die Ortsrufanlage wurde repariert.
Die Ortsrufanlage wurde repariert.

Die seit 1960 betriebene Ortsrufanlage in Neupotz wurde erneuert. Doch welche Aufgaben hat die Anlage in der heutigen Zeit noch?

Die Ortsrufanlage, die in den vergangenen Jahren immer wieder reparaturbedürftig war und im Ortsteil Hardtwald seit fünf Jahren ganz ausgefallen war, wurde nun von Neupotzer Bürgern erneuert. Es gab Leitungsfehler in der Anbindung zum Hardtwald. Der Wiederaufbau hatte seine Tücken. Denn es war in der Vergangenheit nicht dokumentiert worden, wo genau die Kabel verlegt sind. Nachdem sie gefunden wurden, trat das nächste Problem auf: Die Kabel verlaufen teilweise durch Privatgelände. Die Anwohner waren damit einverstanden, dass auf ihren Grundstücken gegraben wurde – keine Selbstverständlichkeit, wie Ortsbürgermeister Stefan Gehrlein betont. Einige Lautsprecher im Ortsteil Hardtwald fehlen derzeit noch. Sie sollen im Lauf des Oktobers repariert werden.

Die Zentrale im Rathaus.
Die Zentrale im Rathaus.

Aber wozu braucht es die Anlage überhaupt noch? Früher war die Ortsrufanlage eher für amtliche Mitteilungen vorgesehen. Mittlerweile werden andere Dorfnachrichten nach einer vorausgehenden Fanfare gesendet: Die Neupotzer Bürger Elfriede „Friedel“ Burger und Erich Hoffmann verkünden über die Lautsprecher an den Häusern Geburtstagswünsche, gratulieren zur Hochzeit und erinnern an anstehende Veranstaltungen. Nicht nur die Bewohner, auch Besucher des Ortes freuen sich und seien erstaunt, dass es so etwas gibt, erzählt Gehrlein.

Das Ehrenamtsteam mit Sprecherin Elfriede Burger und Ortsbürgermeister Stefan Gehrlein.
Das Ehrenamtsteam mit Sprecherin Elfriede Burger und Ortsbürgermeister Stefan Gehrlein.
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