Kreis Germersheim Ortskerne an der Bahnstrecke stärker betroffen als neue Baugebiete

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Wörth

hat jahrelang für das Neubaugebiet Abtswald gekämpft – attraktive Wohnlage mit Stadtbahnanschluss. Verkehrt sich nun der Vorteil zum Nachteil? „Für Abtswald Teil C ist ohnehin Lärmschutz vorgesehen“, hält Bürgermeister Harald Seiter (CDU) die Situation mit Blick auf das Neubaugebiet für nicht allzu dramatisch. Sorgen bereitet Seiter hingegen die drohende Lärmbelastung für den Altort, der auf der anderen Seite der Trasse liegt: „Man kann sich ausrechnen, was das für die Menschen bedeutet.“ Seiter will nun die rechtlichen Möglichkeiten erkunden. Ähnliche Bedenken hegt der Germersheimer Baudezernent Norbert König (parteilos). „Wenn überhaupt, dann nur ganz wenig betroffen“ von zusätzlichem Lärm seien die Marina-Pläne im ehemaligen Werfthafen. Deutlicher näher an der Bahnlinie ist das Baugebiet „Alter Schlachthof“, das gerade an einen Investor für den Bau von Reihenhäusern vergeben wurde. Viel größere Bedenken hege er wegen der Wohngebiete direkt an der Bahnlinie, vor allem auch im Stadtteil Sondernheim, sagte König. Dort führen die Gleise mitten durch den Altort. Ob und was gegen die Güterzüge unternommen werden kann, müsse kreisweit besprochen werden, so König: „Es sind ja alle Gemeinden an der Bahnlinie betroffen.“ In Rülzheim stehen für das Neubaugebiet „Südhang“ rund 26 Hektar zur Verfügung. Teile des Gebietes werden in direkter Nachbarschaft zu den Bahngleisen liegen. Ortsbürgermeister Reiner Hör (Aktive Bürger) sagte, dass eine erste Projektstudio von einem Planungsbüro vorliegt. Wenn der Güterverkehr zunehme, müsse eine Lärmschutzwand zumindest für nahe Teile des geplanten Neubaugebietes aufgestellt werden. Die Wand müsse direkt bei den Gleisen gebaut werden, doch gehöre die benötigte Fläche der Bahn. In Rheinzabern ist im Flächennutzungsplan ein maximal 8, 8 Hektar großes Neubaugebiet als Lückenschluss zwischen den Gebieten Steingebiß und 24 Morgen vorgesehen, Baubeginn könnte 2020 sein. Zwischen der Fläche und der Bahntrasse liegt ein Grabungsschutzgebiet, das nicht bebaut werden darf. Verbandsbürgermeister Uwe Schwind (SPD) spricht sich für eine gemeinsame Vorgehensweise der Betroffenen entlang der Bahnlinie aus. „Sonst werden wir nicht wahrgenommen.“ Was das Neubaugebiet anbetrifft, so haben die geplanten Veränderungen kaum Auswirkungen in Bellheim, da es in einiger Entfernung entsteht. Betroffen sei vor allem das vis a vis des Bahnhofs gelegene Baugebiet Hässlich, sagte Bellheims Ortsbürgermeister Paul Gärtner (WG Adam). (lap/tom/tnc/wim/gs)

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