Wörth RHEINPFALZ Plus Artikel Optik Jöckle in Wörth schließt nur für kurze Zeit

Die neue Inhaberin Petra Naujock kann auf die Unterstützung von Albrecht Jöckle zählen.
Die neue Inhaberin Petra Naujock kann auf die Unterstützung von Albrecht Jöckle zählen.

Optik Jöckle ist eine Institution. Doch damit ist jetzt Schluss – zumindest auf den ersten Blick. Albrecht Jöckle gibt sein Geschäft auf. Aber keine Sorge: Eine Wiedereröffnung unter neuer Führung ist geplant. Und auch Jöckle geht nicht so ganz.

Optik Jöckle in der Ottstraße in Wörth – ein Qualitätsbegriff für Brillen und Kontaktlinsen aller Art von namhaften Herstellern und für beste Beratung in Wörth und Umgebung. Damit ist nun vorbei: Am 30. Mai schließt der 74-jährige Albrecht Jöckle sein Geschäft. „Aber meine große Kundschaft, die ich seit fast 40 Jahren betreut habe, braucht sich keine Sorgen machen. Ich habe eine Nachfolgerin“, erzählt er der RHEINPFALZ. Petra Naujock eröffnet zum 1. Juli wieder – und Jöckle wird auf deren Bitte ihr noch halbtags zur Seite stehen.

Der Hagenbacher Jöckle hat von 1966 bis 1969 bei Sauerborn in Speyer eine Optikerlehre absolviert, war dann ein dreiviertel Jahr bei Optik Bäumel in Landau beschäftigt. Nach seiner Bundeswehrzeit kehrte er dorthin bis September 1972 zurück. „Dann besuchte ich in München bis Februar 1975 für fünf Semester die Fachschule für Optik. Diese schloss ich als staatlich geprüfter Augenoptiker und Optikmeister ab“, erzählt er.

Derzeit nur an drei Tagen geöffnet

Danach arbeitete er eine Zeit lang in Freiburg, ehe er Filialleiter der Firma Kuntz in Landau wurde. Im Januar 1983 machte er sich in Wörth selbstständig im ehemaligen Gebäude der Baustoffhandlung Sucietto, wo sich derzeit noch eine Lidl-Filiale befindet. Am 10. Januar 1998 eröffnete Jöckle dann in der Ottstraße 6. Aufgrund von Personalmangel hat der Vater vier Jungen und Opa einer Enkelin momentan nur an drei Tagen geöffnet. Das wird sich wohl wieder ändern, wenn Petra Naujock das Geschäft übernimmt und unter der Bezeichnung „Optikmeisterei Jöckle“ führen wird. „Jöckle und Naujock – das passt dich beides gut zusammen zu dieser Bezeichnung“, meint sie.

Die 50-jährige Karlsruherin hat nach der Mittleren Reife an der Hebel-Realschule von 1992 bis 1995 ihre Ausbildung bei Lambrecht-Optik in Karlsruhe gemacht, ehe sie in Karlsruhe bei Fielmann bis 2015 und bei Apollo bis 2020 arbeitete. „Zwei Jahre war ich dann bei Hörakustik Geers tätig, bevor ich eine Filialleitung bei Pro-Optik in Karlsruhe übernahm.“ Momentan hat sie noch die Geschäftsführung bei „Brille und Akustik Einmal“ in Neureut inne.

Jöckle und Naujock haben vom Glaslieferanten für Brillengläser, Rupp+Hubrach (R+H) aus Bamberg, denselben Vertreter. Dieser erzählte Naujock vor einiger Zeit, dass Jöckle sein Geschäft bereits im Dezember schließen wollte. „Ich wollte gerne selbstständig werden, im Oktober war ich das erste Mal in Wörth. Das Geschäft hat mir auf Anhieb zugesagt“, erzählt sie. „Aber das war für mich nicht ganz leicht. Ich musste mich in Neureut loseisen und viele Formalitäten erledigen.“ Vor der Wiedereröffnung will die neue Inhaberin im Juni einiges nach ihrem Geschmack umbauen.

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