Kreis Germersheim Notarzt startet nachts in Germersheim

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Die Bereitschaftsdienstzentrale (BDZ) im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer verliert laut Betreiber Kassenärztliche Vereinigung (KV) zum 1. April 2016 ihre Eigenständigkeit. Wie berichtet, wird sie zur „Nebenbetriebsstätte“ der Germersheimer BDZ.

Trotz verkürzter Öffnungszeiten soll es keine Nachteile für Patienten in Speyer geben. Die KV hat auf RHEINPFALZ-Anfrage informiert, nachdem Briefe an die rund 100 Mediziner im Speyerer Bereich und auch an die weiteren an der BDZ Germersheim beteiligten Mediziner bis zur französischen Grenze verschickt waren. Von dort bis nach Speyer soll künftig ein BDZ-Gebiet reichen. Otterstadt und Waldsee sollen wie bisher der Region Ludwigshafen zugeordnet sein. In Speyer seien künftig noch mittwochs von 14 bis 24 Uhr, freitags, 16 bis 24 Uhr, samstags, sonn- und feiertags, 8 bis 24 Uhr, Mediziner und Assistenten außerhalb der Praxisöffnungszeiten in Bereitschaft, so KV-Sprecher Rainer Saurwein. Bisher sind auch Donnerstag-, Sonntag- und Montagmorgen vor Ort. „Die Besucherfrequenz mitten in der Nacht ist sehr gering“, so Saurwein. Er spricht von ein bis zwei Patienten in dieser Phase. „Es ist wirtschaftlich nicht vertretbar, dafür das Personal vorzuhalten.“ Für Patienten solle es trotzdem keine Nachteile geben: Derzeit werde ein Kooperationsvertrag vorbereitet, wonach Kranke nachts in das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses kommen dürften, so Saurwein. Wie Klinik-Geschäftsführer Wolfgang Walter erwartet er dazu Einigkeit im Januar. „Unsere Notaufnahme ist permanent medizinisch besetzt und könnte diese frequenzschwachen Zeiten problemlos abdecken“, sagt Walter. Zu Nachteilen für Schwerkranke, für die die Notaufnahme gedacht ist, werde es nicht kommen. Nächtliche Hausbesuche werden laut KV von Germersheim aus gemacht. Koordinator der Zentrale dort ist Dr. Volker Pietsch aus Römerberg. (pse)

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