Kreis Germersheim Noch mehr Arbeit auslagern

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In mehreren Versammlungen informierte gestern die Leitung des Daimler-Lastwagenwerks die Belegschaft über ihre Absicht, weitere Arbeiten an Fremdfirmen zu vergeben. Nach Informationen der RHEINPFALZ sollen rund 600 Arbeitsplätze auf den Prüfstand. Betroffen sein sollen Logistik, Rohbau und Einpressteile. Die betreffenden Daimler-Mitarbeitern müssen nicht befürchten, dass ihnen gekündigt wird. Das verhindert der Tarifvertrag, der mit der IG Metall abgeschlossen wurde. Deshalb sollen die Mitarbeiter, deren Arbeit künftig von Fremdfirmen erledigt wird, an anderen Stellen im Werk beschäftigt werden. Leidtragende dürften also Leiharbeiter sein, die Stammmitarbeitern Platz machen müssen. Dieser Umsetzungsprozess ist beim Programm „Make or Buy 1“ („Selbst machen oder Kaufen“) allerdings nach mittlerweile zwei Jahren immer noch nicht abgeschlossen. Mit diesem Programm wurde die Arbeit von 559 Betriebsangehörigen an Drittfirmen vergeben. 79 von ihnen sind allerdings bis heute nicht auf neuen Plätzen im Werk untergebracht. Zu ihnen gehören 19 sogenannte „einsatzeingeschränkte Mitarbeiter“. Bei ihnen scheint es Informationen der RHEINPFALZ zufolge noch nicht einmal klar zu sein, ob es überhaupt für sie geeignete Arbeitsplätze gibt. Ein Daimler-Sprecher bestätigte, dass derzeit im Wörther Lastwagenwerk überprüft werde, „ob und welche Umfänge möglicherweise durch einen externen Partner übernommen werden können“. Eine Entscheidung dazu sei noch nicht gefallen. Die Werkleitung arbeite intensiv und konsequent an der Umsetzung eines gemeinsam mit dem Betriebsrat vereinbarten Zukunftspakets. Ziel sei es, mit zukunftsfähigen Produkten und der Konzentration auf unsere Kernbereiche unsere Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern. „Daher prüfen wir kontinuierlich, wie wir die Komplexität im Werk weiter verringern und effizienter produzieren können“, so der Daimler-Sprecher.

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