WÖRTH
Niemand verliert beim ersten Kids Cup
Kinder zwischen 6 und 12 Jahren waren am Start des Schwimmwettbewerbs am Sonntag. „Auf die Plätze“, schallt es durch die Schwimmhalle. Die Teilnehmer der Staffel stehen bereit. Mit dem Pfiff springen die ersten Kinder vom Startblock ins Wasser. Lauthals unterstützt werden sie von Betreuern und Eltern, Omas und Opas und Freunden, die rund um das Becken stehen. Es wird auch geklatscht.
Damit alles seine Richtigkeit hat, gibt es am Beckenrand auch zahlreiche Wettkampfrichter: Die Schwimmrichter kontrollieren, ob – je nach Disziplin – die richtige Schwimmtechnik angewendet wird. Wenderichter überwachen die Wende am Ende der Bahn. Zielrichter kontrollieren den Zieleinlauf und sehen, wer zuerst anschlägt. An jeder Bahn steht auch ein Zeitnehmer mit einer Stoppuhr. Ein Schiedsrichter überwacht alles. Es benötigt also viele Helfer, schon allein für den Wettkampf. Darum stellt jeder teilnehmende Verein Wettkampfrichter, erklärt Jan Hoffmann, Übungsleiter beim Schwimmclub Wörth. Der Club richtet den Wettkampf aus.
Zwei Jahre ohne Wettkämpfe
Aber auch abseits des Schwimmbeckens gibt es viel zu tun. In der Vorhalle wird Kuchen angeboten. Derweil werden die ersten Siegerehrungen vorbereitet. Für viele Kinder ist es die erste Teilnahme an solch einem Wettkampf, verrät Martin Trauth, der Zweite Vorsitzende des Wörther Schwimmvereins. Aufgrund der Corona-Pandemie gab es zwei Jahre lang keine Wettbewerbe für die ganz jungen Schwimmer. Der Schwimmclub aus Wörth hat früher bereits Kids Cups veranstaltet, jedoch nicht in den letzten zehn Jahren. Aufgrund der Situation wurde beschlossen, dass nun ein guter Zeitpunkt sei, diesen mit der vierten Auflage wieder aufleben zu lassen.
Etwa 120 Teilnehmer sind am Start, davon ist es für 80 Prozent der erste Wettbewerb, schätzt Trauth. Es gibt Urkunden und Medaillen. Ganz leer geht niemand aus, denn als „Trostpreise“ werden Süßigkeiten gereicht. „Es soll ja niemand gleich nach der ersten Wettkampf-Erfahrung die Lust am Schwimmen verlieren“, sagt Trauth.
Anfang oft mit Seepferdchen
Auch für Marie Zimmermann vom Schwimmclub Wörth war es der erste Wettkampf. Im Kraul hat sie einen 3. Platz erreicht und somit eine Bronze-Medaille, die sie stolz um den Hals trägt. In einer anderen Disziplin hat sie mit dem 4. Platz das Siegertreppchen knapp verpasst. Ihr gefällt die Veranstaltung gut. Mit extra Schwimmstunden hat sie sich vorbereitet. Marie ist Jahrgang 2014. Als sie vier Jahre war, hat sie das Seepferdchen-Abzeichen gemacht. „Ich gehe 2 bis 3 Mal in der Woche zum Schwimmen“, erklärt das aus Hagenbach kommende Mädchen und ihr Vater bestätigt ein großes Engagement für den Sport.
Lena, Sophia und Lilli vom Schwimmclub Delphin Grünstadt sind bereits erfahrene Wettkampf-Teilnehmerinnen. Sie können genau erklären, wie das mit dem Melden funktioniert und dass der Trainer aufgrund der Zeiten im Training die Schwimmer einteilt. Alle drei Mädchen haben mehrere Medaillen umhängen „Der letzte Wettkampf war glaube ich 2020“, erinnert sich Lena. Wie viele andere Kinder halten sie sich zwischen den Durchläufen in der Ruhezone auf, in der es naturgemäß bei so vielen Kindern etwas lauter zugeht. Manche stärken sich mit Obst – beliebt sind Bananen und Äpfel – oder mit energiereichen Nudeln. Otto, 9 Jahre alt, und Nils, 8 Jahre, vom SC Neustadt, haben beide in den Disziplinen Brust und Kraul Medaillen geholt: Otto zweimal Silber, Nils Bronze und Gold. Für die beiden Jungs ist es der erste Wettkampf und sie sind sichtlich zufrieden. Nach der Mittagspause folgen weitere Starts.
Wettkampfbüro in der Sauna
Insgesamt gibt es über den Tag 400 Starts, ist aus dem Wettkampfbüro, das im Sauna-Bereich eingerichtet wurde, zu erfahren. Je nach Altersklasse dürfen die Kinder nur eine bestimmte Anzahl an Starts haben. Im Büro laufen alle Ergebnisse der Schwimmer vom Schwimmclub Wörth, dem SSC Landau, dem Schwimmclub Blau-Weiß-Pirmasens, den Aquakids aus Kaiserslautern, der SGR Karlsruhe und dem SC Neustadt zusammen.