Kreis Germersheim Niedermeier fordert Poß heraus

91-86061510.jpg

Michael Niedermeier heißt der CDU-Mann, der bei der Wahl zum Verbandsbürgermeister am 25. September gegen Amtsinhaber Volker Poß (SPD) antreten wird. Am Montag wurde Niedermeier einstimmig vom Kandeler CDU-Gemeindeverband nominiert, gestern hat die CDU ihren Kandidaten präsentiert.

„Wir haben lange gebraucht, bis wir einen Kandidaten gefunden haben“, sagte Norbert Knauber, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands ganz offen. „Aber wir haben einen guten Kandidaten gefunden.“ Er habe Niedermeier über den TSV als exzellenten Teamplayer kennengelernt, lobt Josef Vollmer den 29-jährigen Verwaltungsbetriebswirt, der sich unter anderem um den Spielbetrieb der Frauenmannschaft in der 3. Bundesliga kümmert. Michael Niedermeier war bis 2016 vier Jahre lang Pressesprecher der Stadt Landau. Derzeit baut er dort die Stabsstelle Bürgerbeteiligung auf. Eben diese Bürgerbeteiligung ist für ihn ein wichtiges Wahlkampfthema. Es reiche nicht aus, Projekte, im Rat durchzuwinken, sagt Niedermeier mit kritischem Blick auch auf die eigene Fraktion. Ein Beispiel: Die Anwohner in der Kandeler Rheinstraße, denen schon lange eine Versammlung zu Details und Kosten des Ausbaus versprochen wurde. Man müsse Ideen hören, Alternativplanungen entwickeln, mahnt er. Für mehr Bürgernähe will Niedermeier außerdem in allen Ortsgemeinden Sprechstunden des Bürgermeisters einführen. Ein weiteres Thema: „Bodenpreisdämpfende Maßnahmen“ sollen dafür sorgen, dass junge Familien bezahlbaren Wohnraum bekommen, fordert Niedermeier. Dies gelinge zum Beispiel, wenn die Gemeinde das Bauland erwerbe und nach einem Punktesystem vergebe, wie es in Steinweiler der Fall ist. Zwar liegen Baugebiete in der Hoheit der Stadt Kandel, beziehungsweise der Ortsgemeinden, sagt Niedermeier. Doch der hauptamtliche Bürgermeister könnte sich dann mit seiner Verwaltung kümmern und beratend tätig sein. Auch bei der aktiven Wirtschaftsförderung sieht er einen Verwaltungschef in der Pflicht. Bei den Beratungen mit dem Kreis zum schnellen Internet müsse man auch darauf achten, dass es keine weißen Flecken gebe und die Gewerbegebiete versorgt sind, fordert Niedermeier. Mit Blick auf die Unwetterschäden in Kandel und Winden betont er: „Den Hochwasserschutz will ich zur Chefsache machen.“ |tnc

x