Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Neues Eiscafé „La Dolce Vita“ will Germersheim süßes Leben einhauchen

36 selbstgemachte Eissorten finden sich in der Kühltheke von Pietro Curreri. Darunter Mischungen wie Mischungen wie: Apfel, Ingw
36 selbstgemachte Eissorten finden sich in der Kühltheke von Pietro Curreri. Darunter Mischungen wie Mischungen wie: Apfel, Ingwer, Ananas und Fenchel.

Kaum hatte Pietro Curreri sein Eiscafé in der Germersheimer Marktstraße geöffnet, kam die Corona-Krise. Bislang darf der Sizilianer das Eis noch servieren, dessen Zubereitung über Generationen vererbt wurde. Curreri sagt Plastik den Kampf an.

„La Dolce Vita“ ist Programm: „Das süße Leben“ vermittelt Lebensfreude und Gelassenheit. Mit seinem neuen Eiscafé zwischen Tradition und Nachhaltigkeit möchte Pietro Curreri dieses Flair nach Germersheim bringen.

Leidenschaft, Neugier. „Ich spiele mit den Zutaten, das ist mein Spaß und das brauche ich. Klar ist das manchmal verrückt, aber muss das nicht so sein?“ So antwortet Pietro Curreri auf die Frage, was man braucht, um gutes Eis zu verkaufen. „Die Klassiker dürfen nicht fehlen. Schokolade, Vanille, Erdbeere, aber die Leute wollen auch mal etwas Anderes probieren. Etwas, das sie zuvor nicht gegessen haben“, sagt er und präsentiert Mischungen wie: Apfel, Ingwer, Ananas und Fenchel. Das sind vier Zutaten in einer einzigen Kugel. „Die Sorten müssen sich lange halten, also bei den Leuten gut ankommen, sie müssen gut sein“, erklärt der 41-Jährige, der bereits über 15 Jahre lang erfolgreich ein Eiscafé in München führte.

Dritter bei Eis-Weltmeisterschaft

Wegen der Liebe kam er zunächst nach Rastatt, hatte dort für ein paar Jahre auch wieder ein Eiscafé. Jetzt ist er der Inhaber seines Eiscafés „La Dolce Vita“ in der Marktstraße. Sein Erfolg macht sich weiter bemerkbar: Platz 3 errang er im vergangenen Jahr bei der Eis-Weltmeisterschaft in Italien.

Eis in der Waffelschale, Röhrchen aus Glas

Dabei ist Curreri auch auf Nachhaltigkeit aus: „Ich habe selbst zwei Kinder, Zwillinge, elf Jahre alt. Mag sein, dass ich die Hälfte meines Lebens schon gelebt habe, sie aber nicht“, sagt er. Seinen Bestand an Plastik verringert er, so gut es geht. „Ich habe hier Glasstrohhalme und die Eisbecher werden auch ersetzt. Anstelle von Papp- oder Plastikbechern, kommt das Eis in eine Waffelschale. Die kann man dann entweder mitessen, oder entsorgen, aber es fällt kein Plastikmüll mehr an, der sonst nur schwer recycelt werden kann.“ Der Sizilianer ist anderes gewohnt: „Dort, wo ich herkomme, hat man Schildkröten, die unter dem Plastik im Meer leiden, schon selbst gesehen. Da weiß man, dass man sich anders verhalten muss.“

Anstatt eines Kekses einzeln verpackt in Plastik gibt es bei ihm deshalb auch eine kleine Waffel zum Kaffee. In der kleinen wiederverwendbaren Halterung bekommt der Kunde damit nicht nur ein Stückchen Gebäck. In der spülmaschinenfesten Mini-Waffel-Halterung serviert Pietro gleichzeitig auch seine Eisspezialitäten. In seiner Eistheke finden sich mehr als 36 Sorten. Diese seien schon wahre Tradition in seiner Familie. „Das Rezept wird seit mindestens vier Generationen weitergegeben, und das ist nur die Zeit, von der ich weiß.“

Vor offizieller Eröffnung noch nicht alles fertig

Das Café läuft schon seit Samstag, 7. März. „Es fehlen jetzt noch Lampen, der Elektriker wollte schon vor zwei Wochen vorbeikommen. Anfangs hätten auch Getränke gefehlt. „Einen Tag vor der Eröffnung habe ich das Eis über zwölf Stunden lang selbst hergestellt. Nicht zu eröffnen, wäre dumm gewesen. Jetzt kann jeder, der vorbeikommt, sich das Café selbst ansehen“, sagt er. Die große offizielle Eröffnung finde statt, wenn alles so ist, wie er es sich wünscht, „hoffentlich bald weniger chaotisch“. Sobald die Saison beginnt, sollen zu den 40 Sitzplätzen im Laden noch mehr als 20 draußen dazukommen. „Aber das Wetter hier in Deutschland ist komisch“, scherzt der Italiener, der andere Temperaturen aus seiner Heimat gewohnt ist.

Erste Stammkunden gefunden

Ein paar Stammkunden hat er in den wenigen Tagen schon gefunden: Lehrer, Nachbarn – alle seien dabei. „Eine Dame bestellt seit unserer inoffiziellen Eröffnung jeden Tag fünf Kugeln Eis, ein anderer genießt gerne einen Wein hier“, sagt er. „Ich bin gespannt, wie sich das hier in Germersheim entwickeln wird. Hoffentlich gut“, wünscht sich der Inhaber.

36 selbstgemachte Eissorten finden sich in der Kühltheke von Pietro Curreri. Darunter Mischungen wie Mischungen wie: Apfel, Ingw
36 selbstgemachte Eissorten finden sich in der Kühltheke von Pietro Curreri. Darunter Mischungen wie Mischungen wie: Apfel, Ingwer, Ananas und Fenchel.
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