Kreis Germersheim Neuer Spielplatz für „Eichhörnchen“ und „Igel“
Mit einem Tag der offenen Tür wurde am Sonntag die Eröffnung der neuen kommunalen Kita Hasenspiel in Bellheim gefeiert. Seit Mitte Januar wird sie von zwei Gruppen à 15 Kindern belebt (wir berichteten). Nach den Sommerferien werden die Eichhörnchen- und Igel-Gruppe auf jeweils 25 Kinder erweitert werden.
„Das war eine klasse Arbeit!“, fasste Gertrud Trapp das Zusammenspiel von Verwaltung und Gewerken begeistert zusammen. Als Erste Beigeordnete war sie für den Kita-Neubau verantwortlich. Zwischen Spatenstich und Einzug habe nur etwas mehr als ein Jahr gelegen. Wenn in den kommenden Tagen die noch fehlenden Sonnensegel angebracht sind, wird das Gebäude endgültig komplett sein. Alle Gruppenräume lägen in nördlicher Richtung. So sähen die Kinder Wald und Feld. Die zwei großen Lampen an den Eingängen der Gruppenräume sollen jeden Tag in einer anderen Farbe strahlen: „So lernen die Kinder über die Farben die Wochentage!“ Die Grundfläche beträgt 2200 Quadratmeter. Zudem ist eine Erweiterung möglich, da die Gemeinde bis zum benachbarten Altenheim über das Grundstück verfügt. Sowohl die Heizungsanlage wie auch die Küche ist laut Trapp „bereits so gebaut, dass zu den bestehenden zwei weitere Gruppen mit bis zu 50 Kindern hinzugezogen werden können.“ Erstellt wurde der Bau komplett in Trockenbauweise, „es wurde kein einziger Stein vermauert. Und durch das begrünte Dach sowie die zahlreichen Bäume und Sträucher musste auch keine Ausgleichsfläche erstellt werden“, erläuterte Trapp. Dank der Photovoltaikanlage könne bei gutem Wetter der Eigenbedarf des Hauses komplett gedeckt werden. Da die Endabrechnung noch nicht vorliege, sei eine finanzielle Bewertung des mit insgesamt 1,5 Millionen Euro veranschlagten Projekts noch nicht möglich. Es sehe aber so aus, dass der Rahmen eingehalten werden könne. Bezuschusst wurde der Bau mit knapp 388.000 Euro: 200.000 vom Bund, 31.400 vom Land und 153.000 Euro vom Kreis; den Rest zahle die Kommune. Trapp überreichte Kita-Leiterin Manuela Eis einen prallvollen Ordner mit einer Foto-Dokumentation des Baus. Eis verfügt über ein Team von vier weiteren Erzieherinnen, hiervon zwei Vollzeitkräfte. Hinzu kommen in Teilzeit eine Hauswirtschaftskraft, ein Hausmeister sowie eine „Putzfee“. Ortsbürgermeister Paul Gärtner sagte in Erinnerung an seine Kindheit, dass man da gerne noch einmal jung wäre. Und fügte launig hinzu: „Ich habe sogar schon gefragt, ob es ein Alterslimit für die Aufnahme gibt.“