Kreis Germersheim Neuer Überlauf für den Erlenbach geplant

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Um gegen Hochwässer besser gerüstet zu sein, werden entlang des Rheins Dämme ertüchtigt, Polder gebaut und Reserveräume eingerichtet. Einer davon ist der Reserveraum Hördt, der auf einer Fläche von 870 Hektar rund 32 Millionen Kubikmeter Wasser fassen soll.

Damit sich im Fall der Fälle keine negativen Synergien mit Binnengewässern durch den gefluteten Reserveraum ergeben, müssen Maßnahmen getroffen werden. Diese betreffen in Teilbereichen auch die Gemeinde Neupotz. Wolfgang Koch und Stefan Baumann von der SGD-Süd stellten dem Gemeinderat am Mittwoch den neuesten Stand der Planungen vor. Danach soll der bestehende Überlauf des Erlenbachs in den Kapplachgraben geschlossen und weiter nördlich ein neuer Überlauf graben eingerichtet werden. Dieser wäre deutlich weiter von der Ortlage entfernt und biete daher einen besseren Schutz, erläuterte Koch. Zudem soll der Otterbach entsprechend aufgeweitet werden, um einen besseren und schnelleren Abfluss zu gewährleisten. Und auch die teils unterschiedlichen Sohlenniveaus des Otterbachs sollen nach den Plänen durchgängiger gestaltet werden. Der Bauantrag kann in den nächsten Wochen gestellt werden, bis zur Planfeststellung werden so um die neun Monate vergehen, sagt Koch. Die sich anschließende Ausführungsplanung und notwendigen Ausschreibungen nehmen nochmals vier bis fünf Monate in Anspruch, so dass mit dem Baubeginn etwa Anfang 2019 zu rechnen sei. Für die Bauzeit wird mit rund zwei Jahren gerechnet. Ortsbürgermeister Roland Bellaire (CDU) und Christoph Heid (Freie Wählergruppe Neupotz) gaben den beiden Planer mit auf den Weg, sie mögen doch zunächst bestehende Gräben prüfen, bevor neue gebaut würden, die dann nach ein paar Jahren ebenfalls nicht mehr gepflegt werden, einige Zeit später als wertvoll für den Naturschutz eingestuft und somit wieder nicht ihrem eigentlichen Zweck dienlich wären. Stefan Gehrlein (Wählergruppe Gehrlein) regte an, die Sohlensenken des Kapplachgraben, die als „Fischfallen“ jedes Jahr Fischen das Leben kosten, im Zuge der Maßnahme zu beseitigen.

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