Kreis Germersheim Neuen Wohnraum schaffen

Placeholder-Image

Auf dem Areal zwischen Moltkestraße und Herrenstraße sollen sechs dreistöckige Geschosswohnungsbauten entstehen. Ein entsprechendes Bebauungskonzept des Privatinvestors Firma Fügen GmbH aus Neupotz wird dem Ortsbeirat in seiner heutigen Sitzung vorgestellt.

„In langen Gesprächen konnte die Baudichte auf ein erträgliches Maß gedrückt werden“, sagt Bürgermeister Harald Seiter (CDU) zum geplanten Bauvorhaben. Laut dem vorliegenden Bebauungskonzept sollen dort sechs dreistöckige Gebäude entstehen, in denen sich 57 Wohnungen befinden. „Fünfzig Prozent davon sollen barrierefrei werden“, so Seiter weiter. Die Zufahrt in das Wohngebiet beziehungsweise die Ausfahrt daraus werde laut Seiter ausschließlich über die Herrenstraße ermöglicht. Damit müssen die Bewohner der Moltkestraße und die meisten Bewohner der Herrenstraße kein erhöhtes Verkehrsaufkommen befürchten. Denn die Erschließungsstraße ist, vom Kreisverkehr an der Hanns-Martin-Schleyer-Straße aus gesehen, im vorderen Bereich des Straßenzugs (zwischen Hausnummer 12 und 14) geplant. Die Anbindung an die Moltkestraße solle lediglich als Notausfahrt für Rettungsfahrzeuge und als Fuß- und Radweg dienen, wie Seiter sagt. „Natürlich handelt es sich hier um eine verdichtete Bebauung“, sagt Seiter. Die Erschließung dieser Flächen, die es in Altwörth an mehreren Stellen gibt, sei allerdings immens wichtig. Laut Seiter sei „es nicht einfach die Infrastruktur in diesem Gebiet in der jetzigen Form zu erhalten“. Damit meint er vor allem die Geschäfte in der Ottstraße, die unter anderem aufgrund des demografischen Wandels dringend neues Kundenpotenzial benötigen. Zudem sei die Nachfrage nach Wohnraum in Wörth sehr groß, weshalb es wichtig sei, neuen zu schaffen. „Wörth läuft von ganz alleine voll“ beschreibt Seiter den steten Zuzug in die Stadt. Der vorliegenden Planung hat der Bau- und Umweltausschuss Ende Januar bereits zugestimmt und dem Stadtrat empfohlen, auf dieser Grundlage einen Aufstellungsbeschluss zu fassen. Bevor dies geschieht, wird noch der Ortsbeirat gehört. Dass die Pläne dort nicht auf uneingeschränkte Gegenliebe treffen werden, davon geht Seiter aus. „Ich kann auch die Leute verstehen, die schon seit Ewigkeiten in der Herren- beziehungsweise Moltkestraße wohnen“, so Seiter zu etwaigen Protesten seitens der Anwohner. Natürlich verändere sich deren Aussicht, eine nachhaltige Verschlechterung der Wohnqualität ergebe sich jedoch nicht. Dies deshalb, weil zwischen den rückwärtigen Grundstücksgrenzen und der geplanten Bebauung eine unbebaute Pufferzone vorgesehen ist. Zudem ist auf den Dachterrassen hin zur Moltkestraße ein nicht begehbarer Bereich mit eingeplant, um eine ungehinderte Sicht auf die dortigen Häuser und Gärten auszuschließen. Sollte das Vorhaben in allen Gremien Zustimmung finden, „könnte im Sommer 2016 mit dem Bau begonnen werden“, sagt Seiter. Kosten für Planung und Erschließung kämen auf die Stadt nicht zu. Wenn es so weit sei, dann werde man mit der Firma Fügen einen Städtebauvertrag abschließen, wonach diese sämtliche Kosten tragen würde. Ein weiterer Faktor, der vor der Realisierung noch geklärt werden muss, ist der Geländeankauf. Der Großteil des Areals ist in städtischem Besitz, wobei die Stadt laut Seiter verkaufsbereit sei. „Wie es mit den privaten Eigentümern aussieht weiß ich nicht. Da muss der Investor schauen, wie er alle unter einen Hut bringt“, so der Bürgermeister weiter. Interesse am Wohnungsbau auf diesem Areal hat die Firma Fügen bereits seit 1993. Das Vorhaben fand seitdem jedoch keine Zustimmung, weil eine zu hohe Baudichte seitens des Investors vorgesehen war. Er plante zunächst mit über 100 Wohnungen.

x