Wörth
Neue Ehrungssatzung: Sportvereine nicht beteiligt
Die kürzlich vom Ausschuss für Kultur, Soziales, Sport und Vereinswesen verabschiedete neue Ehrungssatzung der Stadt Wörth sorgt innerhalb der Sport- und Vereinslandschaft für deutliche Kritik. Peter Poreba, Vorsitzender des TV 03 Wörth und Sprecher aller Abteilungen, äußert sich besorgt über die Auswirkungen auf das sportliche Engagement und die Motivation der Aktiven. „Die sportlichen Abteilungen waren offensichtlich nicht gewünscht bei der Ausarbeitung dieser Satzung. Sie wurde allein durch politische Vertreter der Parteien und Gremien erarbeitet – ohne jegliche Mitwirkung der Wörther Sportvereine“, erklärt Poreba.
Gerade deshalb empfindet er den Beschluss als realitätsfern und nicht im Einklang mit der Bedeutung des Sports für Gesellschaft, Integration und Jugendförderung. Nach der neuen Regelung können Personen nur einmal im Leben geehrt werden, es sei denn, sie überspringen eine komplette Altersklasse. „Das nimmt vielen Sportlerinnen und Sportlern den Anreiz, sich langfristig und kontinuierlich sportlich weiterzuentwickeln“, so Poreba.
TV 03 fordert Überarbeitung der Satzung
In keiner umliegenden Gemeinde oder Stadt sei eine derart restriktive Ehrungssatzung bekannt. Üblicherweise würden sportliche Erfolge, ehrenamtliches Engagement sowie langfristige Verdienste mehrfach und zu verschiedenen Zeitpunkten gewürdigt. Die Begrenzung auf eine einzige Ehrung im gesamten Leben widerspreche dem Gedanken der Förderung des Ehrenamts und sportlichen Leistungsdenkens.
„Unsere Sportlerinnen und Sportler investieren viel Zeit, Energie und Durchhaltevermögen – manche über Jahrzehnte hinweg. Eine Regelung, die ihre Leistung nur einmal anerkennt, wird dem nicht gerecht“, betont Poreba.
Der TV 03 Wörth fordert daher eine Überarbeitung der Ehrungssatzung unter Einbindung der lokalen Sportvereine. „Wir stehen gerne für einen konstruktiven Dialog bereit. Ziel sollte eine Regelung sein, die sowohl die Arbeit der Vereine würdigt als auch Motivation für zukünftige Leistungen schafft.“
Anerkennung verdient
Abschließend weist Poreba darauf hin, dass Sportvereine in Wörth am Rhein nicht nur sportliche, sondern auch soziale Verantwortung übernehmen: „Wer Menschen motiviert, sich zu bewegen, sich einzubringen und gemeinsam Ziele zu erreichen, verdient Anerkennung – nicht Einschränkung.“