Rheinzabern RHEINPFALZ Plus Artikel Neubauprojekt: Vom Betonwerk zum Wohnquartier

Die Werkshallen der ehemaligen Betonfabrik wurden abgerissen.
Die Werkshallen der ehemaligen Betonfabrik wurden abgerissen.

Die Hallen eines stillgelegten Betonwerks sind verschwunden. Wie sich ein Gewerbegebiet im Südwesten Rheinzaberns in ein Wohnviertel verwandelt.

Der Charakter der Oberen Pfeifferstraße wird sich in nächster Zeit erneut stark verändern: Dort, wo bis vor etwas mehr als drei Jahren ein Betonwerk ansässig war, werden 17 Reihenhäuser, ein Doppelhaus und eine Privatstraße entstehen. Die Werkshallen und Lager auf der rund 3600 Quadratmeter großen Fläche sind schon abgerissen.

GeRo entwickelt Wohngebiet

Das Wohnquartier ist ein Projekt der GeRo Grundstücksgesellschaft Rheinzabern mit Sitz in Rülzheim. Diese wiederum gehört zur GeRo Real Estate AG, die Hauptstandorte in Rülzheim und Frankfurt am Main betreibt. Roland Gehrlein aus Neupotz ist Vorsitzender der AG. Auf ihn kamen die früheren Inhaber des Rheinzaberner Betonwerks Wollherr zu und boten das Gelände zum Verkauf an. Dies schilderte Vorstand Roger Schwartz in einem RHEINPFALZ-Gespräch. Ein Nachbar des Betriebs, der von den Verkaufsabsichten der Familien Wollherr erfuhr, bot ebenfalls einen Teil seines Grundstücks zum Kauf an, denn es lag ungenutzt im rückwärtigen Bereich seines Anwesens.

So soll das neue Wohnquartier einmal aussehen.
So soll das neue Wohnquartier einmal aussehen.

Die Projektentwicklungsgesellschaft, die in den vergangenen Jahren in Städten wie Frankfurt, Bad Vilbel, Speyer oder Ludwigshafen Projekte mit zum Teil deutlich größerem Volumen stemmte, war interessiert. Die Immobilien-Spezialisten sprachen mit der Ortsgemeinde, stellten ihre Pläne vor und erhielten das Okay. Der Kauf der beiden Grundstücke erfolgte im März und Mai 2022.

Viel Abstimmung mit Behörden

Für das Gebiet im Südwesten des Dorfes, das früher eher den Charakter eines kleinen Gewerbegebietes mit Handwerksbetrieben hatte, gibt es keinen Bebauungsplan (B-Plan). Deshalb musste die GeRo GmbH zunächst einen vorhabenbezogenen B-Plan erstellen. Dieser und die notwendigen Gutachten für Altlasten, Lärm- und Schallschutz, Verkehr und Baugrundbeschaffenheit durchliefen das gesetzliche Prozedere. Nicht ganz ohne Probleme, wie Schwartz anmerkt. „Ursprünglich waren die beiden Grundstücke zwischen 70 und 100 Prozent versiegelt, damit gab es so gut wie keine Versickerung von Oberflächenwasser auf dem Grundstück.“ Durch den Abriss wurde das Gelände wieder entsiegelt und soll bei Weitem nicht mehr so dicht wie bisher bebaut werden. „Trotzdem machte die SGD Süd uns bei der Wasserhaushaltsbilanzierung, ein schreckliches Wort, Probleme.“

Planentwurf.
Planentwurf.

Zum ersten Mal arbeite die Gero GmbH, die meist drei bis fünf Projekte gleichzeitig entwickle, mit einem Generalunternehmer. Das bedeute, erklärten Roger Schwartz und die für das Projekt zuständige Mitarbeiterin Fabienne Collet, dass sich das Unternehmen um Grundstückskauf und Vorplanungen kümmert. Sobald die Häuser verkauft sind, werde die Firma Weißenburger Bau aus Karlsruhe übernehmen. Makler ist die VR Bank Südpfalz.

Häuser für Jung und Alt

Die Häuser werden eine Wohnfläche zwischen 133 und 144 Quadratmetern haben. Der Preis pro Quadratmeter Wohnfläche solle knapp unter 4000 Euro liegen. Die Zielgruppe reiche von jungen Familien bis zu Interessenten an Mehr-Generationen-Wohnen. Die Häusergruppen auf der rund 3600 Quadratmeter großen Fläche werden dann gebaut, wenn ein Abschnitt, sie liegen links und rechts neben der Straße und an der Stirnseite, komplett verkauft wurde. Momentan steht der Baubeginn noch nicht fest.

Abrissarbeiten.
Abrissarbeiten.
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