Steinweiler Nachruf: Ludwig Lieber ist verstorben

Ludwig Lieber setzte sich viele Jahre für die belange seines Wohnorts Steinweiler ein.
Ludwig Lieber setzte sich viele Jahre für die belange seines Wohnorts Steinweiler ein.

Der langjährige Erste Beigeordnete der Ortsgemeinde Steinweiler, Ludwig Lieber, ist am vergangenen Mittwoch verstorben. Im Februar wäre er 90 Jahre alt geworden.

Lieber setzte sich viele Jahre für die Belange des Dorfes ein, in das er 1958 gezogen war. Er gehörte 25 Jahre lang dem Ortsgemeinderat an, übte 20 Jahre das Amt des Ersten Ortsbeigeordneten aus und wurde über die Liste der Freien Wählergruppe zweimal in den Verbandsgemeinderat Kandel gewählt. Seine stets auf Ausgleich bedachte Art und seine an der Sache orientierten Beiträge in den Sitzungen wurden allgemein geschätzt.

Lieber, 1935 in Landau zur Welt gekommen, hatte nach dem Besuch der Oberrealschule zunächst den Beruf des Elektrotechnikers gelernt, fand dann aber Interesse an der Architektur und absolvierte ein weiteres Studium. Als Architekt plante er viele Wohnhäuser, Verwaltungs- und Geschäftsgebäude. Von seinem Sachverstand in Bausachen durfte auch die Gemeinde Steinweiler profitieren. Im Hauptberuf war Ludwig Lieber für die Kandeler Firma Eichenauer tätig. Seine beim Architekturstudium entdeckte Vorliebe fürs Freihandzeichnen führte dazu, dass er auch Gemälde und Holzschnitte, Radierungen und Bleistiftzeichnungen schuf.

Auch die Urkunde zur Begründung der Gemeindepartnerschaft zwischen Steinweiler und dem burgundischen Epinac stammt aus seiner Feder, ebenso eine Mappe mit Steinweilerer Motiven für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und ein Satz von Tuschezeichnungen mit Motiven seiner Heimatstadt Landau, die er anlässlich der Landesgartenschau 2013 erstellte. Als Steinweiler das jüngste Dorfjubiläum zum 1050-jährigen Bestehen feierte, kreierte Lieber das Logo. Dass er selbst im fortgeschrittenen Alter noch Zeit und Muße fand, um mit seinem Rennrad viele Kilometer auch über die Grenzen der Südpfalz hinaus zu fahren, nötigte vielen seiner Bekannten Respekt ab. Eine Tour ging bis zur Partnergemeinde Epinac, zu der er zeitlebens enge Kontakte pflegte.

Am kommenden Freitag, 24. Januar, 11 Uhr wird Ludwig Lieber auf dem Hauptfriedhof seiner Heimatstadt Landau beigesetzt.

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