Kreis Germersheim „Nächstes Jahr feiern wir doppelt so kräftig“
Das Lachen kann man uns nicht vermiesen, sollt„ es auch aus Eimern gießen“, textete das Prinzenpaar Katja I. und Patrick II. aus Schaidt in ihrer Rede an die versammelten Karnevalisten in der Wiegehalle. Eigentlich hätte sich zu diesem Zeitpunkt der Faschingsumzug in Bewegung setzen sollen, doch witterungsbedingt wurde er abgesagt.
Die Entscheidung fiel gestern gegen 10.30 Uhr, erklärten Stephan Kuntz (Vorsitzender des Fanfaren- und Spielmannszug Schaidt) und Thomas Kirschenmann (Vorsitzender Kulturring Schaidt). Die Wetterdienste hatten starken Sturm und Regen angekündigt, so dass das Ordnungsamt der Stadt Wörth den Kulturring und den Ortsvorsteher informierte, dass der Umzug nicht stattfinden kann. Für Kirschenmann eine nachvollziehbare, wenn auch traurige Entscheidung: „Bevor wir Gefahr laufen, dass etwas passiert.“ Eigentlich wollten 10 oder 11 Faschingsgruppen durch die Hauptstraße ziehen, darunter die Kinder des örtlichen Kindergartens, verschiedene Vereine und Gruppen aus Schaidt, Steinfeld und Kapsweyer. Doch die „Schäädter“ feierten dennoch – und das dank der im letzten Jahr renovierten Wiegehalle auch im Trockenen. Denn das Wetter zeigte sich zwischen 13.30 Uhr und 14.30 Uhr zwar nicht stürmisch, jedoch sehr wechselhaft. Immer wieder setzte Regen ein. Und so amüsierten sich Giraffen mit Löwen bei Getränken und Essen und kleine Cowboys spielten mit Indianern in und vor der Halle. „Uns war es wichtig, dass es nicht komplett abgesagt wird“, freute sich Kuntz, dass zahlreiche Fastnachter das Ersatz-Angebot nutzten. Ein junges Mädchen stellte vor Ort die Frage, ob der Umzug denn nachgeholt werden könnte. Laut Kirschenmann ist dies bei einem kleinen Umzug wie dem Schaidter keine Option. Aber: „Nächstes Jahr feiern wir dafür einfach doppelt so kräftig!“ (mb)