Zuschriften Musikerheim, Impfzentrum, Rodungen, Parkplätze: Leserbriefe an die Lokalredaktion Germersheim-Wörth
„Musik und Gesang sind kein Lärm“
Leserbrief von
Als ich diesen Artikel gelesen habe sind mir fast die Tränen in die Augen gestiegen. Wie kann man die Dorfmusikanten einen Musikverein als Lärmbelästiger bezeichnen, um welchen Lärmpegel geht es hier? Dies noch mit dem Lärm der B9 zu vergleichen, wo bin ich nur? Musik und Gesang sind für mich und bei den meisten Leuten in unserer Bevölkerung kein Lärm. Musik und Gesang tut der Seele gut und macht uns froh. Ich empfehle den Gegnern sich doch bei den Dorfmusikanten zu engagieren, ein Instrument zu kaufen, anstatt zu prozessieren einfach mitzumusizieren. Dann werden sie sehen, wie schön Musik sein kann und bestimmt werden sie davon nicht krank.
Appelliere an die Gegner, sie sollen doch die Kreisverwaltung, den Kreisrechtsausschuss und das Verwaltungsgericht mit solchen lächerlichen Lappalien verschonen, diese Gremien haben doch wichtigere Aufgaben zu erledigen.
„Note 1 fürs Impfzentrum“
Leserbrief von
Fast täglich werden wir in Beiträgen der RHEINPFALZ mit Genörgel an der Impfsituation überschüttet. Auch bedingt durch die Wahlkampfsituation spielt dabei die Parteipolitik eine erkennbar große Rolle. Und leider Gottes gibt auch die RHEINPFALZ, deren Leser ich seit mehr als 40 Jahren bin, ihren nicht immer sachlichen Senf dazu. Der Artikel von Herrn Rodenwoldt über die „Impfkakophonie“ vor einigen Wochen war für mich ein Beispiel dafür.
Deshalb möchte ich als kleiner Otto-Normalbürger hier zum Ausdruck bringen, dass die Praxis vielfach auch anders aussieht. Ich wurde Anfang März vom Gesundheitsministerium angeschrieben und als „Ü 70“ zur Impfung aufgerufen. Noch am gleichen Abend erhielt ich – als digital nur mäßig begabter Mensch – problemlos meine Registrierung und Minuten später meine beiden Impftermine für das Impfzentrum in Wörth.
Mittlerweile habe ich beide Impfungen (Biontech/Pfizer) hinter mir.
In diesem Zusammenhang möchte ich dem Impfzentrum Wörth sowohl organisatorisch als auch menschlich die Schulnote 1 vergeben. Neben dem reibungslosen Ablauf muss dabei das Personal besonders hervorgehoben werden. Egal ob Security, Rot-Kreuz-Helfer, Ärzte – das gesamte Personal zeichnete sich wohltuend durch Freundlichkeit, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft aus. Diesen Eindruck haben mir übrigens meine beiden nächsten Nachbarfamilien ausdrücklich bestätigt. Ein Einzelfall scheine ich also nicht zu sein.
„Aufforstung statt Kahlschlag“
Leserbrief von
Vielen Dank, dass sie über solche überholten Planungen von vorgestern berichten. Hoffentlich hilft dies mit, dieses Projekt zu stoppen.
Ich bin viel in unserem Bienwald als Jogger, Radfahrer, Wanderer unterwegs und erfreue mich jedes Mal an der noch halbwegs intakten Natur. Allerdings wird zur Zeit extrem viel Holz geschlagen. Wegen der weltweit hohen Nachfrage und entsprechend hohen Preisen? Zwischen Wörth und Kandel entlang der Bahnlinie. Mir blutet das Herz, wenn ich daran vorbeikomme. Vor allem aber über der Bildstraße Richtung Büchelberg. Hier wurden viele gesunde, mindestens 200 Jahre alte Eichen und Buchen gefällt. Das alles in einem Ausmaß, dass nur die kranken Bäume noch stehen und große Kahlflächen übrig sind. Es ist vollkommen klar, dass bei einem trockenen Sommer der Boden vollkommen austrocknen wird. Ich frage mich wirklich, ob unsere Forstverwaltung noch nichts vom Klimawandel mitbekommen hat.
Und jetzt kommen noch solche Planungen wie der Bienwald-Radweg hinzu, für den was weiß ich wie viele 100 gesunde Bäume gefällt werden müssen und weitere offene Flächen geschaffen werden, die der Sonne im Sommer schutzlos ausgeliefert sind. Das alles passt in ein Bild der Gedankenlosigkeit, das ich wahrnehme. Da werden für ein neues Feuerwehrhaus Bäume gefällt, für ein neues Gewerbegebiet sowieso. An Bahndämmen und Fluren werden Kahlschläge vorgenommen. Die vielen Einzelmaßnahmen addieren sich zu einer großen Summe. Jetzt also auch noch ein Radweg. Über die Brandrodungen im Amazonas schütteln wir den Kopf, aber was passiert direkt vor unseren Augen? In öffentlichen Reden wird davon gesprochen, dass wir den Wald für ein ausgeglichenes Klima brauchen. Aufforstung statt Kahlschlag wäre das Gebot der Stunde. Was ich aber an konkretem Handeln in meinem Umfeld wahrnehme, ist leider genau das Gegenteil!
„Entscheidung macht uns traurig“
Leserbrief von
Liebe Neuburger, die Entscheidung, die Parkgebühren um das Vierfache zu erhöhen, macht uns sehr traurig. Seit über 30 Jahren kommen meine Familie und Freunde immer gerne an den Epplesee zum Baden. Wie Frau Gehrlein schon beschrieben hat, können sich solche Preise Familien mit Kinder nicht mehr so einfach leisten. Bitte überseht nicht die, die gerade in der aktuellen Situation das Geld nicht so üppig zur Verfügung haben.
Wenn der Urlaub zu teuer ist, wird nun auch die kleine Auszeit am Badesee zur finanziellen Überlegung. Bezüglich der Saisonkarte – will man wirklich, dass Neuburger Bürger weniger bezahlen? Soll dieses Prinzip, dass Ortsansässige weniger zahlen, so etwa auch auf anderes wie zum Beispiel Theater oder Veranstaltungen angewendet werden? Vor dem Gesetz ist doch jeder gleich, oder nicht?
Liebe Neuburger, wir bitten Euch die Sache nochmal in Ruhe zu besprechen und hoffen auf eine gerechte Entscheidung. Fehlentscheidungen gibt es, das hat dieses Jahr die Bundeskanzlerin selbst gezeigt, doch sollten Sie korrigiert werden, bevor ein Schaden entsteht und es möglich ist.