Kandel Mit gefälschtem Impfpass auf Intensivstation

Die Kliniken versuchen, den Impfstatus der Patienten möglichst schnell zu klären.
Die Kliniken versuchen, den Impfstatus der Patienten möglichst schnell zu klären.

Offensichtlich gefälscht war der Impfpass eines jungen Mannes, der vor einigen Wochen auf der Covid-19-Station in der Kandeler Asklepiosklinik behandelt werden musste. Das bestätigte ein behandelnder Arzt auf Anfrage der RHEINPFALZ.

Der jüngere Patient lag mit einem schweren Verlauf auf der Intensivstation. Dabei gab er an, zweimal mit einem mRNA Vakzin, also einem Impfstoff der Hersteller Moderna oder Pfizer/Biontech, geimpft worden zu sein. „Nach Einsicht in den Impfausweis war die Angabe nicht glaubhaft“, so der Mediziner. Eine Rückfrage beim Paul-Ehrlich-Institut habe ergeben, „dass der Impfpass gefälscht sein muss, da die angegebenen Chargen nicht existierten beziehungsweise nicht im angegebenem Zeitraum vom Bundesgesundheitsministerium ausgeliefert worden sind“.

Im Zuge der stationären Aufnahme wird in der Kandeler Klinik routinemäßig der Impfstatus der Patienten erfasst. In seltenen Fällen kann der Patient keine Auskunft mehr geben, dann erfolge eine Rückfrage bei den Angehörigen oder dem Hausarzt. Zwischenzeitlich werden diese Fälle als „unklar“ im Krankenhausinformationssystem gekennzeichnet. Allerdings könne man in der Regel den Impfstatus zuverlässig klären, so der Mediziner.

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