Kreis Germersheim Minfeld fordert Gelände zurück

Placeholder-Image

Minfeld wird wegen der Schulsporthalle mit der Verbandsgemeinde Kandel verhandeln. Dies beschloss der Gemeinderat am Donnerstag. Die grundsätzliche Frage für die Gemeinde dabei: Braucht Minfeld wirklich zwei Hallen?

Bei der Schulsporthalle – Träger ist die Verbandsgemeinde Kandel – stehen dringende Sanierungen an. Schon vor zwei Jahren wurde der Sanierungsbedarf auf 500.000 Euro geschätzt, so Ortsbürgermeister Manfred Foos (Freie Wähler). In einem ähnlichen Fall Freckenfeld habe gerade die Verbandsgemeinde der Ortsgemeinde die Halle geschenkt. Damit sie auch saniert werden kann, erhält Freckenfeld zudem 400.000 Euro. In Minfeld könnte die Mundohalle auch für den Schulsport genutzt werden und die jetzige Schulsporthalle abgerissen werden. Gegen den Abriss spräche, dass der Keller nicht dicht sei und Schulsport-Geräte nicht mehr untergebracht würden, so Thomas Leitheiser (SPD). Wenn man die Halle abreiße, würde man aber irgendwann mal richtig Kosten sparen, meinte Bernd Reinhardt (Freie Wähler). Es gehe ja sowieso kaum noch ein Verein in die Schulsporthalle. In die Verhandlungen will Foos mit der Vorgabe gehen, „dass die Verbandsgemeinde etwas von uns will“. Als erstes müsse ein Teil des Geländes, auf dem die Mundohalle stehe, wieder der Gemeinde übertragen werden. Als die Schulsporthalle gebaut wurde, habe die Minfeld dieses der Verbandsgemeinde geschenkt. Seit dem Bau der Mundohalle zahlt die Ortsgemeinde nun 2000 Euro Pacht im Jahr – „für eine Gelände, das ihr eigentlich gehört“, so Foos. Zudem wurde die Ergebnisse der Vermessung der Hauptstraße vom Planungsbüro Pröll-Miltner vorgestellt. Die war nötig, weil sich Gemeinde und Bürger im Rahmen der Sanierung der Straße an einigen Stellen breitere Bürgersteige, sowie Parktaschen und Rosenbögen wünschen. Da die Fahrbahn sechs Meter breit bleiben muss, wäre dies im östlichen Bereich möglich. Allerdings müsse alles mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) abgesprochen werden, so der Planer. Der LBM zahlt die Sanierung der Straße, Gemeinde und Bürger müssten eine gleichzeitige Sanierung der Bürgersteige bezahlen. Das Planungsbüro wurde mit der Detailplanung beauftrage. Diese stellt der Planer dann im Rat und in einer Bürgerversammlung vor. Danach werden die Wünsche dem LBM vorgetragen. Erst wenn die Ergebnisse für die Bürger und den Rat befriedigend sind, wird er Ausbau der Gehwege beschlossen oder auch nicht. (lnn)

x