Wörth
Mieten niedrig halten
Die 24 Wohnungen mit der Adresse Keltenstraße 11 sind noch nicht gebaut. Und doch wollen schon heute mehr Menschen ab Ende 2023 in das Haus einziehen als hinein passen. Der Grund: Die Miete von 6,50 Euro pro Quadratmeter.
Möglich ist eine solche Miete nur, weil die Wohnungen öffentlich gefördert wurden. Viele Jahrzehnte war dies landauf, landab selbstverständlicher Teil der Wohnungsbaupolitik. Jetzt aber sind die 24 Wohnungen in Wörth die ersten öffentlich geförderten Wohnungen im Kreis Germersheim, so Wohnbau-Geschäftsführerin Petra Pfeiffer. Die sah mit großen Nachfrage eindrücklich die Erfordernis belegt, in diesem Bereich mehr zu tun. Sie würde sich sehr freuen, „wenn auch andere Investoren und Wohnungsbaugesellschaften hier im Kreis unserem Beispiel folgen würden“.
Wegen der Zuschüsse war die rheinland-pfälzische Finanzministerin Doris Ahnen (SPD) am Donnerstag zu Gast bei einer kleinen Feierstunde. „Selbst mittlere Einkommen kommen an ihre Grenzen“, beklagte Ahnen mit Blick auf die Mietpreisentwicklung schon am Rand von Ballungsräumen – wobei sie Wörth schon eher als Teil des Ballungsraums Karlsruhe verortete. Sozialer Wohnungsbau habe deshalb nur einen Zweck, so Ahnen: „Mieten subventionieren, damit sie bezahlbar sind.“