Südpfalz Merz-Vertrauter spricht über Wirtschaftslage und CDU-Pläne
Frei war am Donnerstag nach Maximiliansau gekommen, um seinen Bundestagskollegen Thomas Gebhart (Jockgrim) zu unterstützen. Laut CDU waren rund 70 Gäste zu dem Bürgerdialog gekommen. „Thomas Gebhart ist kein Lautsprecher, aber sein Wort hat großes Gewicht, weil er immer sachlich und fundiert seine Themen vertritt. Die Südpfalz ist mit Thomas Gebhart in besten Händen“, sagte der Schwarzwälder Frei.
Im Mittelpunkt der Ausführungen Freis und Gebharts stand der Mitteilung zufolge das Thema Wirtschaft. „Die Krise in der Wirtschaft spüren wir auch in der Südpfalz“, sagte Gebhart. Er habe in den vergangenen Wochen und Monaten zahlreiche Unternehmen besucht, darunter sei der Reifenhersteller Ronal in Landau und der Automobilzulieferer Eberspächer in Herxheim gewesen, die zuletzt wegen Personalabbaus in die Schlagzeilen geraten waren. Die wirtschaftliche Lage habe sich enorm verschlechtert, sagte Gebhart. Viele Firmen verzeichneten Umsatzrückgänge, einige bauten Arbeitsplätze ab. „Und leider steigt auch die Zahl der Insolvenzen.“
Frei: „Fleiß muss sich wieder lohnen“
Die wirtschaftliche Misere treffe sowohl kleine als auch mittlere und große Unternehmen, betonte der Bundestagsabgeordnete. Es brauche daher schnell nach der Bundestagswahl Entscheidungen, damit es mit der Wirtschaft wieder aufwärts gehe. Eine „Weiter so“ dürfe es nicht geben. „Fleiß muss sich in unserem Land wieder mehr lohnen“, sagte Frei. Die Pläne der CDU sehen unter anderem vor, die unteren und mittleren Einkommen bei der Einkommenssteuer zu entlasten. Außerdem plant die CDU eine Aktivrente. Heißt: Wer freiwillig länger arbeiten möchte, als das Renteneintrittsalter vorsieht, könnte das mit diesem Rentenmodell tun – und dabei steuerlich entlastet werden. Rentner könnten laut den CDU-Plänen bis zu 2000 Euro im Monat steuerfrei hinzuverdienen.
In der Südpfalz schlägt auch ein großes Daimler-Herz. Gebhart verwies deshalb auf das Lkw-Werk, den größten Arbeitgeber der Region. Dort werden seit Neuestem auch emissionsfreie Lkw in Serie hergestellt. Gebhart fordert, dass es viel zügiger eine flächendeckende Ladeinfrastruktur für E-Lkw in Deutschland und Europa brauche. Er werde sich dafür in Berlin einsetzen, denn letztlich hingen davon viele Arbeitsplätze in der Südpfalz ab. Ohne ein flächendeckendes Schnellladenetz für E-Lkw drohe nämlich, dass die in Wörth produzierten E-Lkw nicht genügend Absatz finden.