Kreis Germersheim
Mehr Schulsozialarbeit im Landkreis
Demzufolge wird ab dem kommenden Jahr die Schulsozialarbeit an den zwei Gymnasien in Germersheim und Wörth jeweils um eine halbe Stelle und den vier Integrierten Gesamtschulen (IGS) in Wörth, Kandel, Rheinzabern und Rülzheim jeweils um eine viertel Stelle aufgestockt. Ferner soll eine halbe Stelle an der Nardinischule in Germersheim neu geschaffen werden. An den Grundschulen in der Verbandsgemeinde Hagenbach soll Schulsozialarbeit ebenfalls mit insgesamt einer halben Stelle ermöglicht werden. Die Gesamtkosten für den Kreis Germersheim belaufen sich durch diesen Ausbau auf etwa 210.000 Euro pro Jahr.
Laut Landrat Fritz Brechtel (CDU) ist der Kreis bei der Schulsozialarbeit überdurchschnittlich gut aufgestellt. „Wir machen das, trotz Defizit, weil wir uns davon erhoffen, später höhere Kosten zu sparen.“ Beigeordneter Christoph Buttweiler (CDU) ergänzte, dass das Thema zuvor mit Institutionen wie dem Jugendamt beraten und mit den Kommunen abgesprochen worden ist. „Es war ein gutes Miteinander der kommunalen Familie.“ Ein Ziel der Schulsozialarbeit sei es, die Folgen von Corona abzumildern. Die Initiative dafür sei von den Schulen und Eltern ausgegangen.
Statt Prävention oft nur „Feuerwehr“
Bernhard Wirth, Teamleiter beim Kreis-Jugendamt wies darauf hin, dass Schulsozialarbeit eigentlich eine vorbeugende Arbeit sei. An manchen Stellen könnten aber wegen fehlenden Personals nur auf die schlimmsten Auswirkungen reagiert werden. So habe es sich gezeigt, dass sich nach den coronabedingten Heimunterrichtsphasen manche Schüler schwer tun, regelmäßig die Schule zu besuchen beziehungsweise in größeren Gruppen gemeinsam zu lernen.
Schulsozialarbeit ist laut Landrat zwar eine gesetzliche Pflichtaufgabe, „wobei die Kreise frei sind zu entscheiden, wie viel sie machen. Wir weiten das jetzt aus.“