Kreis Germersheim Mehr Komfort für Ratsmitglieder und Zuhörer

„Moderne Zeiten“ brechen im Gemeinderat an: Nicht nur, dass Erlenbach seit der Gemeinderatssitzung am Mittwoch über einen Beamer verfügt: Im Rathaus gibt es jetzt W-Lan, dass die Räte auch während Sitzungen für kurze Recherchen nutzen können.
Mit dem Beamer, den Erlenbach von der Verbandsgemeinde Kandel zur Verfügung gestellt bekommt, können Räte und vor allen Zuschauer, die ja nicht über die Unterlagen verfügen, den Sitzungen besser folgen. Zudem können Aktivitäten zwischen den Sitzungen besser gezeigt werden. Der Beigeordnete Maik Wünstel nutzte gleich das neue Medium, und präsentierte Fotos von ehrenamtlichen Arbeitseinsätzen, beispielsweise am Sportplatz und an der Grillhütte. Zuvor hatte Ortsbürgermeister Klaus Bolz informiert, dass Wünstel und er in einer Eilentscheidung die Öffnungszeiten in der Kindertagesstätte geändert hatten. Seit 1. Februar ist die Kita für Ganztagskinder von 7 bis 16.30 Uhr geöffnet (vorher 7.15 Uhr bis 16.15 Uhr). Für Teilzeitkinder, die nicht in der Kita zu Mittag essen, bleiben die Zeiten von 7.15 bis 12.15 Uhr und 14 und 16 Uhr. Möglich seien die erweiterten Öffnungszeiten, weil die Verwaltung einen Zuschussantrag gestellt habe. Die Gemeinde müsse dafür rund 1350 Euro im Jahr mehr bezahlen, so Bolz. Die neuen Zeiten seien bei einem Elternabend vorgestellt worden, die Eltern im Großem und Ganzen damit zufrieden. Der Rat beschloß einstimmig, in diesem Jahr auf eine Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zu verzichten. Es sei nichts geplant, was dort positiv begutachtet werden könnte, so Bolz. Markus Schulze erwiderte, dass man ein Konzept entwickeln müsse, was mit dem Dorf passieren werde. Themen könnten Senioren sein, aber auch Jugendliche und junge Menschen, die man ja in Erlenbach halten möchte. Das habe man doch schon einmal gemacht, sogar mit professioneller Hilfe, eigentlich sei aber nichts dabei herausgekommen, meinte Petra Runck. „Aufgeben sei keine Lösung“, sagte Volker Eck. Maik Wünstel schlug vor, unter Leitung von Markus Schulze eine Arbeitsgemeinschaft außerhalb des Rates zu gründen, in der Bürger mitarbeiten könnten. Dafür soll ein Termin gefunden und veröffentlicht werden. Zudem bot Verbandsbürgermeister Volker Poß (SPD) an, Harald Nier von der Kreisverwaltung Germersheim einzuladen, der Möglichkeiten bei Generationenfragen aufzeigen könnte. Schließlich berichtete Wünstel, dass der Kirchturm vom Taubenkot befreit werden müsse. Dieser sei mehrere Zentimeter dick im Turm und Treppenhaus verteilt. Das koste rund 1200 Euro. Eine Firma arbeite schon daran. Danach soll versucht werden, mit Brutkästen wieder Turmfalken oder Eulen anzulocken. Denn als Falken im Turm genistet hätten, seien habe es kein Tauben-Problem gegeben. Sollte das nicht gelingen, müsse man die Löcher für Tauben mit Gittern schließen, so Bolz. Zudem seien in der Hauptstraße vielen Risse. Bei einer Begehung habe dies Winfried Gerfelder von der Verbandsgemeinde festgestellt. Dies müssen dringend ausgebessert werden, berichtete Wünstel. Gerfelder wird jetzt alle Straßen abfahren und Risse suchen. Da in der Verbandsgemeinde bald eine Firma unterwegs sei, die solche Risse mit einem speziellen Verfahren flickt, werde Erlenbach bei einem Auftrag mit aufgenommen. Dann werde es günstiger, so Wünstel. Die Kosten müssten in den Nachtragshaushalt aufgenommen werden. |lnn