Kreis Germersheim Mehr Kita-Kinder als geplant

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Ein großes Problem gibt es bei den Kindergartenplätzen in Wörth, hieß es in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses. Wurde im Frühjahr noch über 30 fehlende Plätze gesprochen, ist inzwischen von über 50 fehlenden Plätzen die Rede - das wären zwei ganze Kindergartengruppen. „Derzeit sind alle Kinder untergebracht“, gibt Ursula Radwan (Grüne), zuständige Beigeordnete der Stadt Wörth, auf Nachfrage der RHEINPFALZ Entwarnung.

Die Stadt habe zusammen mit dem Jugendamt „einiges unternommen“, sagt Radwan. So seien einige Gruppen umstrukturiert, andere zeitlich befristet vergrößert worden. Zudem konnten Kinder an Tageseltern vermittelt werden. Die Zahl 50 ergebe sich bei Einbeziehung all’ der Kinder, die schon für einen Platz angemeldet wurden, sagte Radwan. Teilweise würden sie diesen Platz aber erst im März 2015 nutzen und die Kinder werden tatsächlich auch erst dann aufgenommen, wenn ein Rechtsanspruch besteht. In diesem Zusammenhang weist die Beigeordnete darauf hin, dass Eltern dann auch mal eine Betreuung durch eine Tagesmutter statt einen Kindergartenplatz angeboten bekommen – selbst wenn das nicht ihren Wünschen entspricht. „Wir müssen dafür sorgen, dass eine fachgerechte Unterbringung gewährleistet ist“, und gerade bei den Kleinsten setzt der Landkreis hier eher auf Tagespflege als auf Kitas. Zweifellos müsse die Stadt Wörth das Thema aber auch grundsätzlich angehen, betonte Radwan. Durch die Nachverdichtung in der Keltenstraße und das Neubaugebiet Abtswald würde der Zuzug nach Wörth gefördert. Aber auch so ziehen derzeit offensichtlich mehr Familien nach Wörth, als in der Kindergartenbedarfsplanung vorgesehen. Radwan selbst hat hierfür nach einem Blick in ihre eigene Wohnumgebung im Dorschberg auch einen Grund ausgemacht: In den Gebieten, die Anfang der 1980er von jungen Familien bezogen wurden, findet derzeit ein Generationenwechsel statt. (tnc)

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