Kreis Germersheim Leserbriefe an die Lokalredaktion GERMERSHEIM-wörth:
(...) einmal an einem Werktag von Süden kommend in Maximiliansau unter der Rheinbrücke der Radwegebeschilderung folgend abgebogen sind, die drei Kreisel vor dem Maximiliancenter und anschließend die stark befahrene Straße zweimal ohne Zebrastreifen überquert haben. Wenn sie jetzt noch Gepäck oder einen Fahrradanhänger dabei haben, was ja auf einem Europäischen Fernradweg Euro Velo 15 sehr oft vorkommt, dann wird das Ganze bestimmt so gefährlich wie die kurze Durchfahrt im Containerhafen. Zweifelsohne ist dort auf den 300 Metern vor den Containern ein Gefahrenpotenzial vorhanden und dass sich hier ein florierendes Industriegebiet befindet, stimmt auch. Allerdings bewirbt sich auch unsere Region als Urlaubs- und Erholungsgebiet. Gerade in unserem dicht besiedelten Raum brauchen wir aber auch solche Freiräume. Wenn man jetzt über eine Radwege-Schnellverbindung vom Ballungsraum Ludwigshafen in die Südpfalz nachdenkt, dann wäre es fatal, diesen durch Ortschaften und über stark befahrene Straßen zu führen. Ihr Hinweis auf einen Radweg über die zweite Rheinbrücke kann ja mit Sicherheit unser Problem mit dem Schließen der Hafenstraße nicht lösen. Wie bereits in meinem Leserbrief vom Dezember angedeutet, sollte man in der Politik und der Straßenbaubehörde gemeinsam nach einer Lösung in diesem Bereich suchen. Sicherlich ist es mit gesundem Menschenverstand und etwas gutem Willen der Beteiligten möglich, parallel zu der Hafenstraße 2 Meter für einen Fuß- und Radweg auszubauen. Wenn man genau hinhört, dann wiehert das Pferd, welches man wieder einmal von hinten aufzäumt. Ganze 10 Prozent Bauland, in dessen Besitz der Landesbetrieb Mobilität sich befindet, scheinen auszureichen, um ein 14,3 Millionen Euro teures Projekt zu beginnen. Diese Vorgehensweise grenzt schon an maßlose Überheblichkeit und unter Umständen den Beginn einer Steuergelderverschwendung, wenn man bedenkt, dass viele Grundstückseigentümer ihr Land nicht hergeben werden. Nur was schert es die Verantwortlichen? Es ist ja nicht ihr Geld! Es wird auch erwähnt, dass die Befürworter der Südumgehung vor allem in der Hauptstraße wohnen. Meines Wissens nach wurde eine Unterschriftaktion gegen die geplante Umgehungsstraße durchgeführt bei der fast 400 (!) Bewohner der Hauptstraße gegen diese Umgehung unterschrieben haben und die Kurt Beck (SPD) überreicht worden ist. Ist es vielmehr nicht so, dass die meisten Befürworter im nördlichen Teil von Bellheim wohnen, aus Angst es könne hinsichtlich der Entwicklung des Gewerbegebietes eine Nordrandstraße geplant werden? Wurde nicht auch deswegen das Gelände in ein europäisches Naturschutzgebiet umgewandelt? Ich hoffe nach wie vor, dass man im Vorfeld den Brücken und Kreisel einen Namen verleihen wird. So kann man auch noch nach Jahren – sollte die Südumgehung scheitern – feststellen, wer federführend bei diesem Projekt war. Ein Andy-Becht-Viadukt oder einen Paul-Gärtner-Kreisel würde man dann als Steuerverschwendungsdenkmal weniger vergessen. Letztendlich sollte man sich die Frage stellen, weshalb eine sinnvollere Nordumgehung nicht zustande gekommen ist. Die verantwortlichen Ratsmitglieder, die damals dagegen gestimmt haben, werden es heute noch wissen. (...) Inzwischen haben sich etwa 180 Familien mit Bauabsichten für K 2 entschieden beziehungsweise stehen in der Warteschleife. Durch den Wegfall der erwähnten Ortsrandstraße dürften bei einer Durchschnittsgröße eines Bauplatzes von etwa 400 Quadratmetern zusätzlich etwa 15 Bauplätze zur Verfügung stehen, hiermit wäre die Stadt im Besitz von ungefähr 55 Bauplätzen, von insgesamt etwa 160. Großes Unverständnis lag bei den meisten Zuhörern vor, da das Baugebiet immer noch gefährdet ist, weil etwa sieben Grundstücksbesitzer immer noch ihre Zustimmung zur Erschließung verweigern. Die angesprochenen Gründe sind meines Erachtens nicht nachzuvollziehen, sollten bei vernünftigen Gesprächen sowie Verständnis der Beteiligten abklärbar sein. Die große Anzahl der Verlierer sind natürlich die Bauinteressenten, die Bürger, die gerne verkaufen oder selbst nutzen wollen, und vor allen Dingen die Stadt Kandel! Wo bleibt die Solidarität gegenüber diesen jungen Familien? Wollen diese „Unbegehbaren“ tatsächlich für immer ihr „Ackerland“ behalten!? Denkt man auch an die 34 Mitbürger, die die Erschließung wollen und teilweise sich auch mal über eine Geldvermehrung durch Verkauf erfreuen. Einige haben die Verkaufsverhandlungen bereits an Banken abgetreten. Bereits ein Großteil der Südpfalz belächelt die Stadt Kandel! K 2 darf nicht sterben! Sollte dieses Baugebiet kippen, die Stadt Kandel bleibt sitzen auf: Planungskosten, Regress Vermessungsamt, Kosten Erschließungsfirma, erworbene Grundstücke für 1,2 Millionen Euro, also insgesamt dürften nahezu 2 Millionen Euro zusammenkommen! Abschließend noch, grundsätzlich ging es bei den Zuhörern nicht gegen das Neubaugebiet, einige Wortmeldungen hatten Bedenken wegen Verkehrszunahme oder Wassermassen, vorrangig galt das „St. Florian Prinzip“. Als Beispiel für „eigene Ideen“ nennt H. Metz die Anregung in Ottersheim zu prüfen, ob es nicht günstiger ist ein neues Feuerwehrhaus zu bauen, als das alte zu sanieren! Ich frage mich wie H. Metz darauf kommt, dies als „seine eigene Idee“ zu verkaufen? Dies ist schon seit langem Thema im Gemeinde- und Verbandsgemeinderat und bereits durch die entsprechenden Stellen im Rat und VG-Rat einstimmig positiv abgestimmt. Ich war bei den öffentlichen Sitzungen persönlich anwesend, H. Metz war bei diesen Sitzungen jedoch nicht anwesend. Macht H. Metz hier Wahlkampf mit den bereits abgestimmten Ideen und Konzepten anderer? (...)