Kreis Germersheim Leserbriefe an die Lokalredaktion Germersheim-Wörth:

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Als fast täglicher Nutzer der Bahnstrecke Wörth-Germersheim-Ludwigshafen bin ich das Verwirrspiel um einen dringend notwendigen Mehrverkehr leid und erwarte von den Verantwortlichen des Kreises Germersheim endlich eine klare Linie. Es kann nicht länger angehen, dass wir in unserer Region das schlechteste Nahverkehrsangebot im gesamten KVV/VRN haben und die Verantwortlichen sich derzeit nur im Kreise drehen. Nun gibt es seit zwei Jahren ein interessantes und erfolgsversprechendes Konzept von Herbert Jäger, das angeblich einen zweistelligen Millionenbetrag erfordere, was aber nicht stimmen kann, da Jäger von nur einer zusätzlichen S-Bahn-Garnitur ausgeht und diese derzeit circa 4,8 Millionen Euro kostet. Der Vertreter des Landrates, Dietmar Seefeld, schließt die Realisierung auch nicht aus. Er lässt über die Rhein-Pfalz ausrichten, dass Geld für die Verlängerung der S-Bahn vorhanden sei (wörtlich: er habe nie behauptet, dass kein Geld für die Verlängerung der S-Bahn bis Wörth da sei). Nachdem nun CDU-Abgeordnete von Bund und Land eine finanzielle Förderung des Landes ins Spiel gebracht haben, müsste die weitere Vorgehensweise doch feststehen. Nun gibt es aber plötzlich einen Gegenentwurf der AVG, die wohl ihre Felle davon schwimmen sieht. Ob deren Kosten niedriger sind, darf bezweifelt werden. Geringer jedenfalls wäre der Komfort. Gespannt darf man sein, wie das beschwerliche Umsteigen in Germersheim gelöst werden soll. In jedem Fall muss ein zuverlässiger bahnsteiggleicher Umsteigevorgang garantiert werden können. Das allerdings wird nicht möglich sein, fehlen doch hierfür seitens der Bahn und der AVG alle Voraussetzungen. Die 2. Zukunftswerkstatt (...) war ein einziger Flop. (...) Ich bin der Einladung gefolgt, um gemeinsam mit den Anwesenden über eine Zukunftsperspektive der Germersheimer Innenstadt diskutieren zu können.Die wenigen Besucher bekamen stattdessen nur Planungsvorschläge für die zukünftige Germersheimer Bau(Gebäude)-Kultur zu hören, die das Landauer Planungsbüro „Stadtimpuls“ vorgetragen hatte. Diese waren mir als ehemaliger Kommunalpolitiker und den Germersheimer Bürgern längst bekannt. Vor ein paar Jahren wurden zweimal ähnliche kostenintensive Anläufe unternommen, die zu keinem konstruktiven Ergebnis führten. Die Nutznießer waren damals immer nur die Planungsbüros (...). In diesem Falle wird es nicht anders sein. Der Bürger hat davon bereits die Nase voll. Meiner Meinung nach sind die optischen Rahmenbedingungen in Germersheim vorhanden oder werden zur Zeit geschaffen. Alte Planungen müssen realisiert und vor allem müssen im Zentrum noch mehr Parkplätze angelegt werden. Das Stengelkasernengelände bietet sich dabei zusätzlich sehr gut an. Zukunftsträchtige Aktionsvorschläge, die einen stärkeren Zulauf für die Innenstadt ergeben könnten, wurden an diesem Abend nicht gemacht. Über ein neues städtisches Marketing-Konzept wurde auch nicht geredet. Diese Themen wären mindestens genauso wichtig gewesen. Die städtische Marketing-Maschinerie stimmt nicht. Außerdem fehlt den Bürgern dauerhaft ein gut sortiertes Event- und Warenangebot. (...) Vielleicht sollte man in Zukunft die teuren Planungsgelder als Preisgeld für innerstädtische Wettbewerbe ausgeben, dann würde der Wert in der Stadt bleiben und wenigstens ein Bruchteil der Germersheimer Bürger hätte etwas davon. Ich bin weder parteipolitisch engagiert, noch mit der IGS Kandel in irgendeine Weise verbunden. Seit ich den Artikel über die Schülerdemo gelesen habe, bin ich jedoch sehr ungehalten! Da protestieren Betroffene über Unterricht in Containern. Dieser unhaltbare Zustand wird mindestens 7 Jahre andauern. Wahlkampf hin oder her, man fasst es kaum. Und Herr Brechtel ist ungehalten, nein, nicht über die Dauer dieser Zustände, sondern über den Zeitpunkt der Demo!Er bleibt lieber in der trockenen Festhalle. Schnell wird da ein Konsens gefunden sein: „Kinder sind unsere Zukunft“. Kommt immer gut und kostet nichts! Bildung ist immerhin ein wichtiges Wahlkampfthema der CDU und schließt natürlich ein positives Lernumfeld mit ein. War die Veranstaltung in Wörth eigentlich Wahlkampf, oder hatte Herr Brechtel einfach nur Lust auf eine Weißwurst? „Stadt des Flieders und der Nachtigallen“ - so hatte es einst über Germersheim geheißen. Dieses Bild hat sich geändert. Wer jetzt eine Wanderung durch die „Mark Germersheim“ unternimmt, stößt vielfach auf weiten Kahlschlag, himmelhoch aufgestapelte Stammholzberge und öde Sichtschneisen - fast gleichgültig, in welche Himmelsrichtung er sich wendet. Zu welchen Deformationen das führt, kann man an der „Gestaltung“ des Luitpold- und Paradeplatzes beobachten, dem Architekten und Landschaftsplaner augenblicklich Gewalt antun. Gewiss, es werden in Stadt und Umland Bäume auch neu angepflanzt - doch niemals in dieser Anzahl, die aus dem Altbestand abgeräumt worden ist. Und wenn sie denn pflanzen, dann tun sie das nur unter Wahrung metrischer Einheiten und geometrischer Formen. (Wer einen Beleg im Kleinen braucht, beachte demnächst die „Anordnung“ der Krokusse in Fronte Lamotte.) Die eindringlichen Begründungen, die in die Öffentlichkeit gereicht werden, berichten von „erheblicher Gefährdung der öffentlichen Sicherheit“. „Pappeln und Ahorn (neigen) dazu, ihre Äste und Kronen abzuwerfen“ (RHEINPFALZ vom 8. Februar) Ach ja? Wäre es dann nicht folgerichtig, viel mehr Bäume vorbeugend zu fällen? Statt des Flieders und der Nachtigallen - kahle Flächen und Schotter in den Vorgärten. (...)

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