Kreis Germersheim Leserbriefe An die Lokalredaktion Germersheim-Wörth:

Die Stadt lud zur Einwohnerversammlung Unkenfunk und Am Alten Hafen ein, um über die Situation des Neubaus eines Wohnheimes für Asylanten am Alten Hafen zu „informieren“. Ganz beiläufig wird hier erwähnt, dass die Stadtspitze das gleiche Wohnheim parallel dazu im Industriegebiet „Zur Wörthspitze – Mainzer Straße“ bauen wird. Dies ist hier anscheinend schon beschlossene Sache. Die Anwohner, Firmeninhaber, Gewerbesteuerzahlende, stellenweise seit Jahrzehnten ansässige Firmen des Industriegebietes, wurden nicht eingeladen. Stellt sich die Frage: Warum? Eventuell, weil man nachfragen würde, warum in einem Industriegebiet, in dem nur die Anwohner der betreffenden Firmen wohnen dürfen, Wohncontainer aufgestellt werden? Oder aber, was mit den 380.000 Euro teueren Wohneinrichtungen später passiert? Als Wohnraum dürfen diese ja nicht genutzt werden. Oder aber, warum man Flüchtlinge in einem Gebiet absetzt, indem es nach Feierabend keinerlei soziale Kontakte gibt. Oder aber die Wege zu allen sozialen Einrichtungen oder Ämtern zu weit sind? Wir wollen der Stadtspitze hier keine Absicht unterstellen, es verärgert einem doch sehr, dass hier so unprofessionell gearbeitet wird und man einfach vor vollendete Tatsachen gestellt wird. Ich muss zugeben, dass ich über Ihre Berichterstattung sehr verwundert bin. Sie schaffen es doch wirklich die Tatsachen oder besser ihre Annahme der Tatsachen so zu schreiben, dass der Leser glaubt, Rektorin mit Lehrern und Schulelternbeirat der Dorschberggrundschule sind völlig verblödet. Zum Glück liegen sie hier in ihrer Annahme falsch. Jeder, der in Wörth lebt, weiß das Wörth viel zu wenig Sporthallen zur Verfügung hat, um das rege Vereinsleben zu bedienen. Darum kann keine Rede davon sein, dass am Nachmittag die Hallen so leicht zu bekommen sind. Oder sieht die Stadt auch vor, das Vereinsleben in Wörth so zu reduzieren, dass sportliche Aktivitäten der Kinder nur noch in Ganztageseinrichtungen gestattet wird und dies zu den bekannten Geschäftszeiten? An Ihrer Stelle würde ich mir mal Gedanken machen, für wen oder was Sie Propaganda machen, denn ich gehe stark davon aus, dass Sie in ihrer Berichterstattung zu weit vom Weg abkommen im Hinblick auf das Ganztagesangebot, das hier 2016 in diktatorischer Form erzwungen werden soll... So viel zum Thema „I love Ganztagesschule“. Als Mitglied des KulTourChors98 von Anfang an bin ich sehr enttäuscht und auch traurig über das Ende unseres Laienchors. Ich kann Herrn Mohrs Entscheidung verstehen; hat er sich doch mit viel Herzblut für das Zustandekommen und auch Weiterbestehen des Chors unermüdlich eingesetzt. Für den weniger aufmerksamen Leser des Beitrags erscheint der Chor als Ursache der hohen Kosten. Wir Mitglieder haben keine Kosten verursacht, haben wir doch unser Noten- und Übungsmaterial immer aus eigener Tasche bezahlt wie auch die Accessoires zu den jeweiligen Aufführungen. Ein Sprichwort lautet: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ In diesem Fall wäre ein Weg vorhanden gewesen, jedoch der Wille fehlte. Nun wird der KuSo in Germersheim um eine Attraktion ärmer; schade.