Kreis Germersheim Leserbriefe an die Lokalredaktion Germersheim-Wörth:

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Wir als Belegschaft der Daimler AG Werk Wörth, ob fest angestellt oder Leiharbeiter, ob Jung oder Alt, mit Migrationshintergrund oder ohne, egal welcher Herkunft begrüßen die langersehnte Standhaftigkeit beim Betriebsratsgremium im Umgang mit der Weiterbeschäftigung unserer Kolleginnen und Kollegen Leiharbeiter. Wir empfinden es als Unverschämtheit wie die Geschäftsführung uns auszuspielen versucht und sagen entschlossen „Nicht mit uns!!!“ Wir erinnern an den Dezember 2015, als wir uns geschlossen hinter die Kolleginnen und Kollegen gestellt haben, die uns teils nach Jahren zum Jahresende verlassen mussten. Sicher, wir freuen uns über die Verlängerung bis September aller gebliebenen Leiharbeiter. Dies kann aber nicht unser endgültiges Ziel sein, sondern Festeinstellungen aller Leiharbeiter. Der Umgang vieler Unternehmer, wie auch von Daimler mit Leiharbeit, Werk- und Dienstverträgen ist einfach nur unmenschlich und gehört verboten. Wir erwarten Stellungnahmen der Parteien noch vor den Wahlen im März, welche der angetretenen Parteien sich für ein Verbot der Leiharbeit einsetzen, damit wir uns orientieren können, wo wir unser Kreuz setzen. Der Bienwald war seit 1265 bis zur sogenannten Saecularisation Anfang des 19. Jahrhundert Eigentum des Bistums Speyer. In einer Dokumentation „Über den Bienwald in Bischöflich-Speyerischer Zeit“ habe an Hand der Archivunterlagen ich mich bemüht, die von den Bischöfen zu Schutz und Pflege des Bienwaldes erlassenen Waldordnungen wieder zu geben. Höchst bemerkenswert sind die darin nachzulesenden Appelle: zum Beispiel unter anderem in der Waldordnung von 1555: „So wir aber zu Hertzen geführt und betracht, daß solche und andere unsere Welde (Wälder) nicht das geringst und bestes, sondern das Edlest und nützlichst Kleynod unseres fürstenthums und Stiffts Speyrs“ ist – woran sich die ordnenden Vorschriften und letztlich auch die Strafen bei Zuwiderhandlungen anschließen. Die Waldweide war damals in den Zeiten einfachster Landwirtschaft im kleinbäuerlichen Besitz bei Erzeugung gerade des Lebensnotwendigsten für die Familie und ohne nennenswerte Futter- und Stroherzeugung für Aufstallungen notwendig. Sie wurde zur Sicherung des Lebensunterhalts der „Unterthanen“, wie es damals hieß, gewährt. Daraus resultierte schon bald ein Zielkonflikt zwischen Walderhaltung und Ernährungsbedarf: Das im Bienwald weidende Vieh ernährte sich von Eicheln und Bucheln, wenn es sie gab, sodann aber auch vor allem von den Knospen und jungen Trieben der Jungwald-Pflänzchen und den keimenden Baumsämlingen, aus denen eigentlich wieder Wald nachwachsen musste – Lebensgrundlage eben für nachhaltigen Wald. Die Waldordnungen geben davon beredtes Zeugnis über die Sorge um den Wald! Als eines von vielen Beispielen: 1764 wandte sich der Amtmann Neudeck zu Lauterburg an den Bischof von Speyer: „Ich muß eingestehen...daß zur Vermeidung der Waldungen gäntzlichem Ruin...ich mit dem Forstamt und denen Jägeren in reiffe Überlegungen nehmen sollte, wie dem Unfug deren mit zu vielem Viehe übersetzten (überbesetzten) Waydstreifen...“ reduzierende Maßnahmen getroffen werden müssten. Erst die Entwicklung einer ertragreichen Landwirtschaft machte es möglich, in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts die Waldweide, die aus der Not schlimmer Zeiten geboren war, endlich einzustellen. Generationen von Forstleuten und Waldarbeitern schufen dann verantwortungsbewusst für die kommenden Generationen den Bienwald, wie er weitgehend heute noch ist. Für mich bleibt nun heute angesichts verheerender Waldrodungen unter anderem für Plantagen aller Art auf unserer Erde die Idee, Waldweide im Bienwald als Ausgleich für Waldverlust in der ja waldarmen und dicht besiedelten Rheinebene zu handeln, wirklich abstrus und unbegreiflich, und ich freue mich ganz persönlich über die Intervention des Forstamtes-darf ja auch mal gesagt werden. Der Hauptnutzen für die Bevölkerung ist ein Halbstundentakt nach Karlsruhe. Der Bericht in der RHEINPFALZ ist sehr gut, allerdings wird der Hauptnutzen für die Bevölkerung im Halbstundentakt nach Karlsruhe zu wenig herausgestellt. Der Referent Herr Jäger (Fahrgastverband „Pro Bahn“) hat eine geniale Idee, die relativ leicht umzusetzen wäre. Die S-Bahn des VRN endet nicht mehr in Germersheim und wartet dort, sondern sie wird durchgeleitet über die einzelnen Haupthaltepunkte im Kreis Germersheim, Wörth, Mühlburg zum Bahnhof Karlsruhe. Der Zufall will es, dass diese S-Bahn ziemlich genau in der Mitte des Fahrplans der KVV-Stadtbahn fällt und Anschlussverbindungen an den Knotenpunkten bereits existieren. Die anwesenden Fachleute befürworteten diese Lösung grundsätzlich. Problematisch sind jedoch die unterschiedlich hohen Bahnsteigkanten der S-Bahn (76 Zentimeter) und der KVV-Stadtbahn (55 Zentimeter), die zum Beispiel Gehbehinderten das Ein- und Aussteigen erschwert. Dieses Thema sollte jedoch hoffentlich mit Hilfsbereitschaft zunächst überbrückbar sein. Für diese Bevölkerungsgruppe und allen Anderen ergäbe sich der weitere große Vorteil, dass in Richtung Ludwigshafen/Mannheim das zeitkritische Umsteigen mit Bahnsteigwechsel in Germersheim innerhalb von 5 Minuten entfällt, was aufgrund der Unpünktlichkeit der Stadtbahn auch eine Reduzierung der Parkplatzkapazität am Germersheimer Bahnhof bedeuten würde. Und: wie viele Bahnfahrer lassen sich mit dem Auto heute zum Bahnhof Germersheim bringen, wenn sie zum Beispiel nach Mannheim zum ICE-Anschluss wollen? Zu meiner Überraschung fand ich im Amtsblatt der VG Jockgrim vom 12. Februar eine Anzeige von Martin Brandl, CDU, unter anderem zum Thema Stadtbahn: „Darüber hinaus will ich mich für eine weitergehende Anbindung der S-Bahn Rhein-Neckar von Germersheim über Wörth nach Karlsruhe einsetzen“. Frau Barbara Schleicher-Rothmund (SPD) wünschte der Veranstaltung in Sonderheim am 11. Februar viel Erfolg, also ist auch sie für dieses Thema aufgeschlossen, und die Grünen können schon aus Umweltgesichtspunkten nicht dagegen sein. Fehlerhafte Entscheidungen in der Vergangenheit sind nicht rückgängig zu machen. Schuldzuweisungen nutzen jetzt nichts. Die Großbaustelle Karlsruhe, die fehlende Fahrerkapazität im KVV und anderes war sicherlich so nicht vorhersehbar. Man muss nach vorne schauen. Vor Jahren war der KVV-Verkehrsverbund das Vorzeigeprojekt schlechthin, heute hat das S-Bahn-Konzept des VRN einen Lauf. Jetzt gilt es, dass unter Leitung unseres Landrats Fritz Brechtel (CDU) die Zuständigen für eine Ausplanung der obenstehenden Idee beauftragt werden, damit vor dem „Einsturz der Rheinbrücke“ vielleicht doch eine leistungsfähige ÖPNV-Anbindung an Karlsruhe entsteht. Die Hilfsbereitschaft der Kanzlerin, Frau Merkel, das Elend in den Flüchtlingslagern zu beenden und den Menschen bei uns Schutz zu gewähren, hatte auch die Zustimmung des Volkes. Dass dieses jetzt politisch von den südlichen Ländern ausgenutzt und man Deutschland erpresst, in dem ein nicht endender Flüchtlingsstrom in unser Land gelenkt wird, wird so von der Mehrheit der Bevölkerung nicht akzeptiert. Hierzu trägt auch mittlerweile die Erkenntnis bei, dass die EU-Staaten unser Land in dieser Problemlösung alleine lassen. Dies zeigt auch die Äußerung des Herrn Juncker beim Besuch eines Flüchtlingslagers in Griechenland: „Die Deutschen schaffen das schon“. Die Flüchtlingskrise, das Problem nach der jetzigen Sachlage zu lösen, ist Sache der Bundesregierung. Die aus persönlichen und auch politischem Kalkül, ich denke hier an die Wackel(…)politik des Koalitionspartners, der eine dringende Lösung damit blockiert und verzögert, warum auch immer. Eine vertrauensvolle Regierungsarbeit ist es jedenfalls nicht. Das weiß auch das Volk und reagiert hier mit einer Verweigerungshaltung. Irgendwann will man ein Licht sehen. Dieses Unvermögen hat mit allen Landesregierungen nichts zu tun, die müssen „wir schaffen das“ umsetzen, um jeden Preis bis in die Kommunen und den Bürgermeistern. Und hier ist eine Ehrlichkeit gegenüber dem Bürger gefordert. Daher ist das Verhalten des Schwegenheimer Bürgermeisters und des Rates nicht nachvollziehbar. Es ändert doch nichts an der Lage. Daher sollen und müssen solche Planungen dem Bürger offengelegt werden. Die mangelnde Akzeptanz ist auch dieser Heimlichtuerei geschuldet. Die Unlogik im Kommentar, das Verhalten des Bürgermeisters zu rechtfertigen, teile ich nicht. Wie soll etwas angezündet werden, das noch nicht gebaut ist. Das stößt für mich auf Unverständnis. Da werden vor allem die Schwegenheimer zu potenziellen Brandstiftern erklärt. Daher sollte die Planung, so wie hier in Germersheim rechtzeitig offengelegt werden. Dann kann man in Ruhe darüber nachdenken und eventuelle Einwände werden sich so vernünftig lösen lassen. Was die Brandstiftungen angeht, liegt vieles in einer Grauzone, die sowieso keiner mehr versteht, siehe jüngst die Ermittlungsergebnisse zum Handgranatenwurf auf eine Flüchtlingsunterkunft. Auf diesen Tathintergrund muss man erst einmal kommen. (...)

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