Kreis Germersheim Leserbriefe an die Lokalredaktion Germersheim-Wörth:

Ich bin absolut überrascht, dass ihre Zeitung nach so vielen Jahren Platz für einen Artikel über die verschmutzten landwirtschaftlichen Nutzungswege findet. Auf der einen Seite wirbt man bundesweit um Urlauber in unserer schönen Landschaft, auf der anderen Seite findet man zu jeder Jahreszeit das von ihnen angeführte „Bauernglatteis“. Die rechtliche Sachlage ist klar definiert. Die Verursacher haben den Dreck zu entfernen. Von den Urlaubern beziehungsweise Besuchern unserer Südpfalz profitieren am meisten die Bauern und Winzer. Die gleiche Antwort, die Herr Eisenmann in ihrem Bericht erhalten hat, habe ich schon vor einigen Jahren bei einer Bürgersprechstunde erhalten. Viel schlimmer ist das Verhalten der Traktor- beziehungsweise Autofahrer, wie von Herrn Eisenmann geschildert. Ob Rentnerin mit Rollator, Mutter mit Kinderwagen, Frau oder Mann mit Hund, Spaziergänger, es wird keinerlei Rücksicht genommen. Nach dem Motto: Der Weg gehört uns und nicht euch. Langsamer fahren und Rücksicht nehmen ist zu viel verlangt. Im Februar kommen schon die ersten ausländischen Erntehelfer. Ob mit Traktor oder Auto, es wird nur gerast. Weder im Storchennest (sieben Stundenkilometer), noch auf den landwirtschaftlichen Nutzungswegen wird entsprechend der Straßenverkehrsordnung (STVO) Rücksicht genommen. Ob die Traktoren dem TÜV entsprechend funktionieren? Wir verfügen über eine wunderschöne Landschaft. Wäre es so schlimm, wenn die Bauern und Winzer „ihre“ Wege pflegen würden? Die Touristen würden es ihnen danken. Über die Aussage von Herrn Bellaire kann man nur den Kopf schütteln. Bei einem Ausflug in andere Regionen, zum Beispiel an den Bodensee, könnte er sich einen Überblick über die Pflege von Rad- und Wanderwegen machen. Zum Abschluss sei noch eine Frage erlaubt: Wer bezahlt die landwirtschaftlichen Nutzungswege? Die Antwort würde sicher sehr viele Leute interessieren. Herr Baßler beruft sich in seinem Leserbrief auf das Foto in der RHEINPFALZ, er scheint demzufolge bei der Ehrung der Wörther Bürger nicht anwesend gewesen zu sein. Ansonsten wären ihm die Regeln für die Ehrung der Stadt Wörth bekannt, sie wurden, wie jedes Jahr, transparent gemacht: mindestens 25-jähriges ehrenamtliches Engagement und Vorschlag des zu Ehrenden durch einen Verein oder eine Institution. Die Wörther Tafel feiert 2015 ihr zehnjähriges Bestehen, Herr Stuhlik ist seit Beginn Vorsitzender des Vereins. Er erfüllt demzufolge noch nicht die Voraussetzungen für eine Ehrung. Zudem wurde sein Engagement in der Ansprache des Bürgermeisters gewürdigt. Herrn Baßlers Kritik ist ein Schlag ins Gesicht der Geehrten, die sich seit mindestens 25 Jahren in Vereinen, der Feuerwehr, Kirchen, Kommunalpolitik und sonstigen Institutionen engagieren. Herrn Stuhliks Einsatz für die Gesellschaft in allen Ehren, er leistet für die Stadt Wörth sehr wertvolle Arbeit! Das Engagement der diesjährig Geehrten gilt jedoch in gleicher Weise sozial Benachteiligten und bedürftigen Menschen wie das Engagement in der Wörther Tafel: gelungene Integration geschieht sehr häufig im Vereinswesen einer Stadt. Herrn Stuhliks Ehrung wird noch kommen. Hoffentlich mit Herrn Baßler als Zuschauer!