Kreis Germersheim Leserbriefe an die Lokalredaktion Germersheim-Wörth:

Placeholder-Image

Ich möchte Herrn Klöffer folgendes erwidern: Herr Klöffer kritisiert die mangelhafte Parksituation in der Uhland-, Lessing- und Wielandstraße, die durch die benachbarte Berufsschule des Landkreises verursacht ist und durch eine geplante Erweiterung des Lehrangebots noch verschärft werden solle, ja sogar zu einem „Verkehrs- und Parkchaos“ führen werde. Klöffer wörtlich: „Eine solche Schule hat mitten in einem Wohngebiet nichts zu suchen. Uns Anwohnern reicht es!“ Ich wohne am Ende der Lessingstraße an einem Wendeplatz. Entlang der Nord- und der Ostseite meines Grundstücks besteht an Parkplätzen ein Mehrfaches von dem was das Grundstück des Herrn Klöffer hergibt. Und auf diesen Flächen parken Schüler der Berufsbildenden Schule wöchentlich an etwa drei bis fünf Tagen von morgens acht bis etwa 12 Uhr. Am Wochenende sowie während der Ferien bleiben die Straßen von Autos der Berufsschüler selbstverständlich frei. Dass die Schüler Garageneinfahrten zustellen und so Bußgelder an die Stadt oder gar Abschleppkosten riskieren, konnte ich bisher nicht feststellen. Vermutlich hat die eifrige Kontrolle des Überwachungsbeamten der Stadt seine erzieherische Wirkung nicht verfehlt. Ohne Zweifel sind die Leute in unserem Viertel so wie ich über das erhöhte Verkehrsaufkommen nicht glücklich. Doch sie wissen so wie ich, dass Straßen nicht nur dem fließenden, sondern auch dem ruhenden Verkehr zu dienen bestimmt sind. Ich habe noch mit niemand aus der Nachbarschaft gesprochen, der Gerhard Klöffer zum Schreiben seines Leserbriefs vom 8. Dezember autorisiert hat. Klöffer sollte der Wahrheit die Ehre geben und offen sagen, wen er von den Anwohnern vertritt! Herr Klöffer muss man auch fragen, warum er sich nur an den Berufsbildenden Schulen stört, nicht aber an den anderen Bildungseinrichtungen wie Bienwaldschule, Grundschule Dorschberg, Realschule Plus bzw. Integrierte Gesamtschule und schließlich am Gymnasium? Sie alle sind kaum mehr als 500 Meter von seinem Haus entfernt. Die Hin- und Rückfahrt der Schüler beziehungsweise deren Eltern, erst recht die der zahlreichen Lehrer erfolgen ebenso auf den öffentlichen Straßen wie das Parken der Fahrzeuge. Denn auch diese Schulen sind von Wohngebieten umgeben. Müssen sie alle weg? Dass es diese in Wörth gibt, ist nicht selbstverständlich. Sie sind der Erfolg von zähem Ringen früherer Kommunalpolitiker um den besten Standort. Schließlich hat das vielseitige Bildungsangebot zusammen mit wohnungsnahen Arbeitsplätzen den Wohn- und Lebenswert in Wörth wesentlich erhöht. Das wussten die Menschen früher sehr zu schätzen und waren zufrieden, vor allem auch mit preisgünstigen Bauplätzen, auch wenn diese direkt an der Bundesstraße 10 (heute Hanns-Martin-Schleyer-Straße) lagen mit zum Beispiel 1978 pro Tag 26.000 Fahrzeugen. Danke für den Artikel, der mir den Appetit verdorben hat. Solche Forderungen sind die Basis für das Bestreben der politischen Klasse, den Soli weiterhin trickvoll zu ziehen (was ich schlichtweg unverschämt und als Verrat empfinde). Dieses Denken „in acht bis zehn Jahren müsste man die Straße sowieso sanieren“ und es dann morgen tun zu wollen verschlägt mir den Atem. Dann sollte man sie in acht bis zehn Jahren sanieren. So verantwortungsvoll muss meines Erachtens jeder Volksvertreter mit dem oft sauer verdienten Geld der von ihm Vertretenen umgehen. Die Abgabenlast für eine tragende Schicht der Arbeitnehmer liegt ab 2015 erstmals überwiegend bei unglaublichen mehr als 50 Prozent. Auf der Basis ist es schichtweg dreist von Politikern aller Couleur sich zu fragen warum die Bevölkerung politikverdrossen ist.

x