Kreis Germersheim Leserbriefe an die Lokalredaktion Germersheim-Wörth:

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Ich fahre morgens mit der ersten S51 von Jockgrim nach Karlsruhe. Die Bahn ist hier bereits sehr gut gefüllt. Mit etwas Glück bekomme ich in Wörth einen freiwerdenden Sitzplatz, meistens stehe ich jedoch bis Karlsruhe Mühlburg oder West. In der Anfahrt zum Albtalbahnhof sind dann kaum noch stehende Personen im Zug. Also kann man von etwas mehr als 100 Fahrgästen ausgehen. Als vor einem Jahr der Zugverkehr durch die Ettlinger Straße wegen der umfangreichen Bauarbeiten eingestellt wurde, leitete man die Züge der S51 über die Rüppurrer Straße, die der S52 über die Karlstraße. Dies betrifft alle Züge dieser beiden Linien außer der ersten (meiner) S51 des Tages. Diese ist bis vor kurzem nach ein paar Minuten Aufenthalt am Albtalbahnhof über die Karlstraße zurück nach Germersheim gefahren. Nachdem nun vor einigen Wochen die heiß ersehnten und so komfortablen (das ist ein anderes Thema) neuen Zweisystem-Bahnen endlich fahren durften, wird der Einzelzug hier durch eine doppelte Neue ausgetauscht. Die Strecke führt jedoch wie gehabt über die Karlstraße. Etwa 95 Prozent der Fahrgäste dieses Zuges müssten jedoch zum Hauptbahnhof oder in den östlichen Teil der Innenstadt. Es beginnt eine wahre Völkerwanderung. Ein Teil läuft zur Ebertstraße und versucht dort Anschluss zu bekommen, andere laufen die längere Strecke zum Hauptbahnhof um schnellst möglich eine Bahn in die richtige Richtung zu ergattern. Dieser Umstand wurde bereits Anfang des Jahres mit einer Unterschriftenaktion und persönlichen Schreiben der AVG mitgeteilt. Die Reaktion darauf waren größten Teils nicht nachvollziehbare Argumente. Nur der Grund des Fahrzeugmangels zur Hauptverkehrszeit war einigermaßen verständlich. Nachdem nun die ankommende Bahn am Albtalbahnhof auf das Abstellgleis rangiert wird ist auch dieses Argument nicht mehr gültig. Was spricht gegen eine „Ehrenrunde“ über die Rüppurrer Straße - Kaiserstraße - Karlstraße zurück zu Albtalbahnhof? Mit einer kleinen Änderung im Fahrplan hätte die AVG über 100 Fahrgäste glücklich machen können. Meine Hoffnung auf den großen Fahrplanwechsel zum 14. Dezember war leider vergebens. Die AVG hat offensichtlich kein Interesse an der Zufriedenheit der ersten Fahrgäste des Tages. (...) Es wurde vom Rat erklärt, dass der Antrag von Frau Dietl in dieser Form wie er formuliert wurde nicht befürwortet werden kann. Was auch verständlich ist da es ausschließen würde, dass die gesamten Räume der alten Post nicht vom Bürgermeister genutzt werden dürfen und nicht nur die in der Frau Dietl ihren Laden hat.. Der Sohn von Frau Dietl hat verständlich erklärt, dass dies so nicht beabsichtigt war sondern aus Nichtwissen falsch formuliert wurde. Eine Einigung wurde schon bei der Sitzung darüber erzielt und nicht wie behauptet deshalb vertagt um eine zu erzielen. Warum sollte sich Frau Dietl dagegen wehren wenn von Rat signalisiert wurde , dass er zu Gunsten von Frau Dietl stimmen würde wenn dieser Passus nicht so übernommen werden muss wie im Antrag gestellt? Es gab eine Einigung darüber , dass man aus diesen Grund den Tagesordnungspunkt vertagt auf die nächste Woche.Lediglich die Rücknahme des gesamten Antrags wurde abgelehnt um zu verhindern , dass in absehbarer Zeit kein Ratsbeschluss erfolgt. (...) Zwei Düngemittel- und Sodafabriken in Lothringen produzieren pro Jahr 990000 Tonnen Calciumchlorid, kippten und kippen diese Menge Chemiemüll einfach so weg und verunreinigten/verunreinigen das Grundwasser vor Ort sowie im weiten Umland. Nachdem sich nun in Metz Unmut darüber äußerte, will man eine Pipeline für 246 Millionen Euro bis zum Rhein bauen und den Müll dort einleiten. Für eine Studie zur Entsorgung des Calciumchlorids wurden 829.000 Euro aufgewendet. Genehmigt werden soll die Pipeline in/von Paris. Nach meinem Verständnis sollte es im Mitteleuropa im Jahr 2014 so sein, dass der, der Chemiemüll produziert, diesen auch sach-/umweltgerecht zu entsorgen und für diese Entsorgung, zum Beispiel über Kläreinrichtungen, zu zahlen hat. Bemerkenswert, dass die beteiligten Firmen eine solche horrende Summe für die Pipeline zum Rhein ausgeben wollen. Das kann getrost davon ausgegangen werden, dass dies wohl immer noch günstiger ist, als eine sach-/umweltgerechte Entsorgung. Was mich auch interessieren würde: Wer hat die Studie bezahlt ?! Am Anfang der Lektüre des Artikels dachte ich an einen (schlechten) Aprilscherz. Das Ganze ist aber offenbar traurige Realität. Wo bleiben die Reaktionen unsere Volksvertreter aus Mainz und Berlin. Oder wird dieses verbrecherische Gebaren etwa toleriert ?

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