Kreis Germersheim Leserbrief an die Lokalredaktion:

In der Sitzung des Ortsbeirates Schaidt am Mittwoch den 19. November berichtete der Ortsvorsteher Kurt Geörger über den Stand bezüglich Neubau/Sanierung Altbau der Kulturhalle in Schaidt. Auf Einladung des Bürgermeisters der Stadt Wörth trafen sich alle Fraktionsvorsitzenden und der Ortsvorsteher zu einem Gespräch bei unserem Bürgermeister. Wie aus den Worten des Ortsvorstehers Geörger zu entnehmen war, verlief dieses Gespräch auf einem sehr einseitigen Niveau. Wortmeldungen, Einwände oder Hinweise wurden vom Bürgermeister nicht zugelassen beziehungsweise geblockt. Der Bürgermeister erläuterte in aller Deutlichkeit, dass für ihn nur die Sanierung der alten Halle in Frage kommt. Er wird dies auch in der kommenden Stadtratssitzung zur Entscheidung bringen. Obwohl „vor der Wahl“ sich die Parteien (außer den Grünen) eindeutig für einen Neubau ausgesprochen haben. Von einem demokratischen Miteinander bei dem auch der zur Rede kommt der anderer Meinung ist kann hier wohl nicht die Rede sein. Mit diesem Vorgehen setzt sich ein gewählter Volksvertreter über die Meinung eines ganzen Dorfes und auch Wähler hinweg. Ich frage mich wo ist das demokratische Verständnis unseres Bürgermeister geblieben? Warum führt er einen so verbissenen Kampf mit seinem Ortsteil Schaidt? Was hat ihm unser Ortsteil angetan? Oder versteht er Demokratie nur noch nach Gutsherrenart! Ich hoffe und wünsche nicht. Es wird wohl in der kommenden Stadtratssitzung höchst interessant werden in wie weit der Parteigehorsam geht. Stehen unsere gewählten Vertreter nach einer Wahl noch zu ihrem Wort, oder ignorieren sie den Wunsch eines Ortsteils zu Gunsten ihres Bürgermeisters. Im Volksmund auch Hörigkeit genannt. Es bleibt abzuwarten wohin die Reise geht, und ob uns unsere Stadtväter im Regen stehen lassen. Ich hoffe und wünsche, dass alle unsere Stadtväter, nach bestem Wissen und nach ihrer ureigenen Meinung entscheiden. Denn eines ist sicher „nach der Wahl ist vor der Wahl“ und in der Regel vergisst das Wahlvolk nie.