Wörth RHEINPFALZ Plus Artikel Leitplanken lassen auf sich warten

A65 Woerth- Maximiliansau, Baustelle Mittelplanken
A65 Woerth- Maximiliansau, Baustelle Mittelplanken

Sie sollen 35-Tonner aufhalten und damit die Sicherheit der Autofahrer zwischen Rheinbrücke und Wörther Trog nachhaltig verbessern. Ende März sollten die neuen Schutzplanken fertig montiert sein. Aber seit Wochen tut sich auf der Baustelle nichts.

Seit Mitte November ist auf der A 65 zwischen Rheinbrücke und Wörther Trog eine Baustelle eingerichtet. Bis Ende März sollten auf der ganzen Strecke neue Leitplanken montiert sein, hieß es Anfang Februar. Auf einem Teilstück ab der Rheinbrücke sind sie auch schon zu sehen: Fast brusthoch bilden sie eine beeindruckende Wand. Kein Wunder: Sie entsprechen der amtlich gesprochen „höchsten Aufhaltestufe H4b“.

Das bedeutet konkret: Sie können mindestens einen 38-Tonner-Sattelzug mit Tempo 65 und einem Aufprallwinkel von 20 Grad am Durchbruch in die Gegenfahrbahn hindern. Sie schützen also ein gutes Stück weit vor einem Horrorcrash. Zuvor entsprachen die bei Maximiliansau eingebauten Leitplanken lediglich der Aufhaltestufe H1. Sie wurden bereits vor Jahrzehnten entwickelt und können lediglich einen 10-Tonnen-Lastwagen bei Tempo 70 in einem Aufprallwinkel von 15 Grad aufhalten. Als Mindeststandard gelten seit 2009 beim Aus- oder Umbau von Autobahnen Schutzeinrichtungen der Haltestufe H2. Sie können den Aufprall eines 13-Tonnen-Busses mit Tempo 70 unter einem Winkel von 20 Grad aushalten.

Warten auf Sicherheitsplus

Auf dieses Plus an Sicherheit müssen die Autofahrer auf der A 65 jetzt aber deutlich länger warten als geplant. Der Grund: Die neuen besonders leistungsfähigen Schutzplanken benötigen zur Installation allerdings eine Vielzahl spezieller Stahlteile. Darunter beispielsweise insgesamt etwa 4000 Stahlanker, Tobias Jäger, Sprecher der Autobahn GmbH (Niederlassung Südwest, Außenstelle Karlsruhe). Leider könne ein Zulieferer einige Spezialteile frühestens ab Mitte Mai, also in der nächsten Woche liefern. Deshalb werde auf der Baustelle derzeit nicht gearbeitet. „Die Baustelleneinrichtung nebst Tempolimit muss bis zum Abschluss der Maßnahme bestehen bleiben, um die notwendige Sicherheit für die VerkehrsteilnehmerInnen auf dem stark frequentierten Autobahnabschnitt durchgängig aufrechtzuerhalten“, so der Sprecher der Autobahn GmbH.

Nach der Anlieferung der Spezialteile werden die abschließenden Arbeiten zur Schutzplankenumrüstung sofort weitergeführt, versichert der Sprecher der Autobahn GmbH. Hierzu zählen unter anderem der Verbau der Sonderankerschrauben im Bereich des Wörther Trogs, der Aufbau restlicher Schutzplanken und der Lückenschluss an der Übergangskonstruktion.

Es wird wieder begrünt

Im Anschluss daran werde noch Grassamen im Streckenverlauf des Mittelstreifens gestreut, um diesen wieder zu begrünen. „Sobald dies geschehen ist, wird auch die Baustellenabsicherung wieder zurückgebaut“, so der Sprecher der Autobahn GmbH: „Diese Restarbeiten können nach aktuellem Stand voraussichtlich in der ersten Juliwoche abgeschlossen werden.“

Die beginnenden Arbeiten zur Installation der neuen Mittelleitplanken bremsten im Februar den Verkehr aus.
Die beginnenden Arbeiten zur Installation der neuen Mittelleitplanken bremsten im Februar den Verkehr aus.
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