RÜLZHEIM
Lehrer und Chronist wird 80 Jahre alt
Neben seinem Schuldienst hat sich Karl Geeck auch um die Aufarbeitung der heimatlichen Geschichte gekümmert. So ist er Autor der 1991 erschienenen Ortschronik „Rülzheim im Wandel der Zeiten“ und des Nachfolgebandes „Verdrängt. Verloren. Vergessen. Nein. Rülzheim erinnert sich“, in dem zahlreiche Zeitzeugen von ihren Erlebnissen während und nach dem Zweiten Weltkrieg erzählen. Zurzeit arbeitet er an einem neuen Buch mit dem Titel „125 Jahre Rülzheimer Wirtschaftsleben – als das Salzheringsfass noch unter der Ladentheke stand“.
Von 1993 bis 2005 war Geeck Vorsitzender der Kulturgemeinde Rülzheim, zuvor war er bereits zwei Jahre lang deren Geschäftsführer. Für die CDU saß er von 1994 bis 2009 im Ortsgemeinde- und von 1982 bis 2009 im Verbandsgemeinderat. Für sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement erhielt Karl Geeck 2009 die Verdienstmedaille des Landes. Für seine „außergewöhnlichen Aktivitäten zum Wohle seiner Heimatgemeinde“ wurde er im Jahr 2010 zum Ehrenbürger seiner Heimatgemeinde ernannt.
Um „Lehrer mit Leib und Seele“ zu werden, muss man seine Arbeit als Pädagoge lieben. Der gebürtige Rülzheimer Geeck war seit 1963 im Schuldienst. Nach seinem Studium in Landau trat er seine erste Dienststelle an der Katholischen Bekenntnisschule in Kandel an. Bis 1979 war er 2. Konrektor an der Hauptschule Kandel, bevor er als Schulleiter an die Grundschule in Minfeld wechselte. 1986 wurde er zum Rektor der Hauptschule Kandel ernannt, zum 1. August 1989 übernahm er die Leitung der damaligen Hauptschule Rülzheim, die 1994 zur Regionalen Schule wurde. Wegen ständig steigender Schülerzahlen wurde diese 1998 erweitert. Zum Schuljahr 2002/2003 erhielt sie als eine der ersten Schulen in Rheinland-Pfalz die Zusage zur Ganztagsschule. Mit seinen Schülern hat Geeck auch immer wieder Projekte zur Geschichte der Rülzheimer Juden erarbeitet. Nach 44 Jahren im Schuldienst wurde Geeck zum Ablauf des Schuljahres 2006/2007 in den Ruhestand verabschiedet.
Wegen der besonderen Verhältnisse bedauert es der Jubilar, an seinem Geburtstag, am Donnerstag, keine Gratulationsgäste empfangen zu können.