Kreis Germersheim Laut Statistik ein sicherer Wohnort

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In der Verbandsgemeinde Kandel lebt es sich relativ sicher. Zumindest wenn man der Kriminalstatistik vertraut. Die Zahlen stellten die Polizeikommissare Andreas Freudemann und Dennis Sturm von der Polizeiinspektion Wörth in der Ratssitzung am Donnerstag vor.

Die Häufigkeitszahl, also die Zahl der polizeilich registrierten Straftaten je 100.000 Einwohner, lag in der Verbandsgemeinde bei 4991 und damit deutlich unter der in Rheinland-Pfalz (circa 6600). Auch die Fallzahlen gingen gegenüber den Vorjahren im Schnitt leicht zurück. Doch eine Statistik ist eben eine Statistik, aufgenommen werden nur registrierte Straftaten. So ging die Zahl der Ladendiebstähle stark zurück, dagegen wurden deutlich mehr Jugendliche bei Drogendelikten erwischt. Dies bedeute aber nicht, dass es dort mehr oder weniger Delikte gab, erklärten die Kommissare. Vielmehr würden Ladendiebstähle vermehrt durch professionelle Banden begangen, die sich auf teure Kleinteile wie Parfüm oder Rasierklingen spezialisierten. Zur Anzeige kämen aber nur erwischte Ladendiebe, so Freudemann. Im Bereich der Drogenkriminalität bei Jugendlichen wurde 2014 eine Sondereinsatzgruppe gegründet. Es sei mehr kontrolliert worden und so wurden auch mehr Jugendliche erwischt. Dabei sei hauptsächlich Cannabis gefunden worden, Crystal Meth sei in der VG noch nicht gefunden worden, so Sturm auf die Frage eines Ratsmitgliedes. Außerdem diskutierte der Rat über Anregungen zur Fortschreibung des Flächennutzungsplans, Teilfortschreibung Windenergie. Viele Anregungen wurden schon bei der letzten Offenlegung behandelt. So wollen die Ortsgemeinde Dierbach und Verbandsgemeinde Bad Bergzabern größere Abstandsflächengaben, obwohl die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Bio-Bauer Bauer aus Minfeld, der auch Äcker dort hat, fürchtet um die Gesundheit von Mitarbeitern und Pflanzen. Allerdings schließen sich Windenergie und landwirtschaftliche Nutzung nicht aus, so die Verwaltung. Untersucht werden müssen aber auf Anregung der Kreisverwaltung die gemeinsamen Auswirkungen des Windparks Minfeld und des zukünftigen Windparks Freckenfeld. Der Plan wird nun ergänzt und aus Gründen der Rechtssicherheit dann für eine zweite Offenlegung freigegeben, so Verbandsbürgermeister Volker Poß. (lnn)

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