Nachruf Langjähriger Sparkassen-Direktor Eugen Wünstel gestorben

Eugen Wünstel
Eugen Wünstel

Als am Samstag, 15. Oktober, Eugen Wünstel, der langjährige Direktor der Sparkasse Germersheim-Kandel im Alter von 96 Jahren verstarb, trauerten nicht nur seine Angehörigen und früheren Kollegen um ihn, sondern auch sein Heimatdorf . Schließlich hatte er ja während seines langen Lebens viel für die Gemeinde Hatzenbühl und seine Mitbürger getan.

Im Jahr 1953 wurde Eugen Wünstel Vorsitzender des Gesangvereins Lyra und führte den Verein 20 Jahre lang. Mit seinen vielen neuen Ideen ist nicht nur das Vereinsleben gewachsen. Auch die bis heute noch bestehenden kulturellen Veranstaltungen, wie etwa das Dorffest der Gemeinde, gehen auf eine Initiative von Wünstel zurück. Im Jahr 1973 verzichtete Wünstel, der seit 1968 auch Vorsitzender des Sängerkreises Germersheim war, auf eine Wiederwahl bei der Lyra. Beim Sängerkreis, dem er bis 1983 vorstand, hatte er, wie man es heute noch nachlesen kann, einen entscheidenden Anteil bei der Entwicklung sowohl im personellen als auch im musikalischen Bereich. Außerdem war Wünstel auch im Vorstand des ADAC-Ortsclubs Kandel für die kulturellen Veranstaltungen verantwortlich.

Verfasser von Heimatgedichten

Das umfassende ehrenamtliche Engagement hat Eugen Wünstel neben seiner beruflichen Tätigkeit als Direktor der Sparkasse Germersheim-Kandel geschafft. Hinzu kommt, dass viele Hatzenbühler in ihm den Mann sahen, der über alles Bescheid wusste , weshalb er häufig um Rat gefragt wurde. Er habe nie jemanden weggeschickt, auch wenn seine Wohnstube oft voll mit Hilfesuchenden war, berichtet seine Familie.

Man kann sich wohl kaum vorstellen, dass Eugen Wünstel da noch Zeit fand, um Gedichte, wie etwa sein „Heimatlied“ oder sein „Wirderbuch des Hatzebehlerischen“ zu schreiben, in dem er rund 1600 „sterbende Wörter“ des Hatzenbühler Dialekts „verankert“ hat.

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