Kreis Germersheim Land von Athene und Zeus weiter gefragt

Sommerzeit. Urlaubszeit. Vor etwas über einer Woche haben auch die rheinland-pfälzischen Schulkinder endlich ihre wohlverdienten Ferien bekommen. Für viele heißt das so schnell wie möglich Badesachen in den Koffer schmeißen, ab ins Auto und erst mal weg. An den Strand oder in die Berge, lieber eine Städtetour oder Schiffsreise? Wir haben mit verschiedenen Reisebüros aus der Umgebung gesprochen, wo es die Urlauber in diesem Jahr hinzieht. Und fährt denn überhaupt noch jemand nach Griechenland? Oder wurden die Deutschen durch Medienberichte über „Grexit“ und Co. zu sehr eingeschüchtert? „Kriegt man denn da überhaupt was zu Essen und zu Trinken?“ So könnte ein typisches Gespräch anfangen, wenn Christine Zimmerle aus dem Reisebüro Schmuck in Wörth mal wieder eine Griechenlandreise verkauft. „Die Beratung ist in jedem Fall aufwendiger geworden.“ Die Kunden hätten verständlicherweise größere Bedenken, wenn sie in das Land von Zeus, Athene und Poseidon reisen möchten. so Zimmerle. In Sachen Bargeld, Benzin und Deutschenfeindlichkeit seien immer noch viele Zweifel im Raum. Allerdings hätten diese bis jetzt noch immer beseitigt werden können. Und am Ende würden viele Interessenten doch nach den Preisen entscheiden. Und da liegt Griechenland im Moment sehr in bezahlbaren Bereichen. Steven Mathes von der Reiselounge in Lingenfeld empfiehlt trotz allem ausreichend Bargeld einzupacken und zum Beispiel Mietwägen schon vor dem Urlaub im Reisebüro zu buchen. Er könne die Kunden in jeder Hinsicht beruhigen, denn durch direkten Kontakt zu den Hotels vor Ort, bleibe das Reisebüro auf dem neuesten Stand. Im Moment seien Griechenlandreisen fast komplett ausgebucht. Grundsätzlich seien Reisen auf die griechischen Inseln wie zum Beispiel Rhodos oder Kreta am beliebtesten. Dass die Leute weniger aufs Festland reisen wollen, sei nichts Neues und habe mit der politischen Situation weniger zu tun. Nach Auskunft der befragten Reisebüros gab es im Großen und Ganzen dieses Jahr weniger Buchungen als im Vorjahr. Nach einem Rückgang vor allem im Mai und Juni sei nun wieder ein Anstieg zu spüren. Dies mag an den Topangeboten liegen, die momentan auf dem Markt zu finden sind, oder an den anderen Vorzügen, die das Land der blauen Wände mit den weißen Stühlen zu bieten hat. Heinz Sachs vom Reisebüro Pit in Germersheim kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Sachs freut es, dass die Griechen über all die Jahre so authentisch geblieben sind und sich ihre Mentalität bewahrt haben. Das komme ihnen mittlerweile wieder zu Gute, denn wir Deutschen wollten im Urlaub wieder „spüren, dass wir im Ausland sind“. So komme es, dass inzwischen auch Halbpension wieder das Rennen macht. „Der Griechenlandurlaub ist einfach ländertypischer geblieben als andere Ziele!“ So ist dieser laut Sachs trotz allem keineswegs aus dem Rennen. Und wer sich heute noch dafür entscheidet in seinen Ferien Gyros zu essen und Sirtaki zu tanzen, macht dabei nach übereinstimmender Aussage der Reisebüroinhaber keinen Fehler. Im Trend ganz vorne liegen bei den deutschen Lieblingsreisezielen allerdings nach wie vor die Türkei, Spanien, hierbei Mallorca, Kroatien und Schiffsreisen in alle Welt. (ekx/nas)