Kreis Germersheim „Lach ä bissel“

GERMERSHEIM. Sie ist eine echte Germersheimerin, vor 75 Jahren erblickte Ellen Rembor hier das Licht der Welt. Und hier hat sie einiges erlebt und viel bewegt.
Ellen Rembor ging zunächst in Germersheim ins Progymnasium, wechselte dann in die Edith-Stein-Schule in Speyer. Weitere Stationen waren, unter anderem, die Fachschule für Textilwirtschaft in Nagold, deren Besuch ihr die Befähigung zur Lehrlingsausbildung vermittelte. Mehrere Jahre unterrichtete sie an der Berufsbildenden Schule Germersheim und Wörth in Marketing und Warenkunde und war als Prüferin der IHK tätig. Bekannt geworden ist Ellen Rembor aber nicht so sehr durch diese berufliche Laufbahn, als vielmehr durch ihr außerordentliches vielseitiges ehrenamtliches Engagement. „Die Elle“ hat sich schon früh um Belange der älteren Mitbürger gekümmert; sie hat dies im Altenclub gezeigt, einem Treffpunkt für Germersheimer Senioren aller Konfessionen, der sich seit über 40 Jahren etabliert hat. „Es macht mir viel Spaß, dass der immer noch so gut funktioniert,“ freut sich Ellen Rembor. Dass ihr Herz für Senioren schlägt, hat Rembor von Beginn an auch bei der Seniorenwoche bewiesen. Sie war dabei, als Mitte der 80er Jahre die Idee dafür geboren wurde und hat sich seither mit Rat und Tat engagiert, hat vor allem auch angepackt. „Mitmachen, zupacken“ war auch über Jahre hinweg bei der Mitarbeit im Helferinnenkreis gefragt. Zu ihren Ehrenämtern zählt auch die langjährige Zugehörigkeit zum Pfarrgemeinderat und ihr Mitwirken im Kirchenchor. Ab April 1989 war sie zwei Jahrzehnte lang Frauenbeauftragte der Stadt, die erste in diesem Amt. Sie wolle Frauen Mut machen, hat sie einmal über ihre Motivation gesagt. Oft habe sie helfen können, meinte sie rückblickend. Auch saß sie von August 1989 bis 30. Juni 2009 als CDU-Ratsmitglied im Stadtrat. Eine ganz andere Seite lernten die Besucher der Germersheimer Prunksitzungen kennen, wo Ellen Rembor zusammen mit Kurt Burger zum „Traumpaar der Germersheimer Fasenacht“ avancierte und sich scharfzüngige Rededuelle als zänkisches Ehepaar lieferte. Gern denkt sie daran zurück, denn es hat ihr Spaß gemacht, die Leute zum Lachen zu bringen. Das passt zu ihrem Motto: „Lach ä bissel.“ Dann gehe vieles leichter. Auch schwierige Situationen im Leben seien zu meistern, denn „Immer is irgendwo ä Plätzel, wo ma lache kann“. Auf die Frage, wie sie all das – Beruf, Familie und ehrenamtliches Engagement – habe unter einen Hut bringen können, antwortet sie schlicht dankbar: „Die Oma war da. Meine Kita war die Oma!“