Kommentar
Länger als die 2. Rheinbrücke

Der Bienwald-Radweg liefert sich mit der 2. Rheinbrücke ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen: Die Planungszeit kann man mittlerweile bei beiden Projekten in Jahrzehnten messen, Baubeginn und Fertigstellung sind ungewiss.
Während bei der 2. Rheinbrücke aber im Laufe der Jahre alle Unklarheiten ausgeräumt wurden, bleiben beim Bienwald-Radweg Fragen offen.
So muss für den Radweg die von Baumkronen gesäumte L 545 verbreitert werden. Und zwar so, dass eine deutliche Schneise entsteht. Warum die Alternative auf bestehenden Waldwegen ein schwerwiegenderer Eingriff sind, wie die Planen meinen – das erschließt sich dem Laien nicht.
Widersinnig ist zudem, dass der Radweg in Bienwaldmühle unterbrochen werden soll. Denn dadurch werden Radler, die aus Richtung Steinfeld kommen, gezwungen, in einer unübersichtlichen Kurve die Straße zu überqueren. Die Unterbrechung spart zwar Geld, aber das Sicherheitsrisiko scheint enorm.
Deshalb hat die Klage der Bürgerinitiative auf jeden Fall etwas Gutes: Vielleicht können die Richter ja diese Dinge klären.
