Kreis Germersheim Kurz notiert: Kreis GER: Kröten auf Weg zu Laichgewässern

Achtung Kröten.
Achtung Kröten.

Sobald die mildere Witterung einsetzt, wandern Amphibien von ihren Lebensräumen zu ihren angestammten Laichgewässern und müssen dabei stark befahrene Straßen überqueren. Um den wandernden Kröten zu helfen werden beispielsweise Amphibienschutzzäune von ehrenamtlichen Helfern, wie zum Beispiel der Nabu Ortsgruppe der VG Lingenfeld und der Ortsgruppe Bellheim, des Vogel- und Naturschutzvereins in Rülzheim, dem Naturschutzverbund Südpfalz, aber auch dem Forstamt Bienwald und der Hainbuchenschule in Hagenbach errichtet und kontrolliert. Diese befinden sich an besonders gefährdeten Stellen wie etwa am Mehlsee an der L538 zwischen Schwegenheim und Gommersheim, am Silbersee entlang der L538 zwischen Bellheim und Westheim, der Ortsstraße Kandel, an der K16 südlich von Minfeld und an der K19 Hagenbach-Langenberg oder dem Weg südlich des Strandbads in Rülzheim hinter dem Moby Dick. In den frühen Morgenstunden sammeln die Helfer die Tiere entlang der Zäune ein und bringen sie sicher über die Straße, von wo die geschützten Amphibien zu ihren Laichgewässern weiterwandern. Ein Wirtschaftsweg bei Wörth am Oberwald entlang des Altrheins wurde laut Kreisverwaltung Germersheim zum Schutz der wandernden Kröten gesperrt. Die Kreisverwaltung appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, in diesen Bereichen besondere Vorsicht walten zu lassen und sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten. Bei zwei Geschwindigkeitsüberwachungen am Samstag setzte die Polizei Wörth eine Laserpistole ein und erwischte etliche Raser. Am Vormittag wurde die L 549 überwacht. Von 95 gemessenen Fahrzeugen waren 27 zu schnell. Ein Pkw-Lenker überschritt die erlaubten 70 Kilometer pro Stunde mit 133 Kilometer pro Stunde um fast das Doppelte. Am Nachmittag wurde eine Kontrollstelle an der Ortsumgehung von Hagenbach eingerichtet. Dort wurden 150 Fahrzeuge gemessen, davon waren 22 zu schnell. Ein Autofahrer überschritt die erlaubten 70 Stundenkilometer um ganze 53 Stundenkilometer. Die „Spitzenreiter“ erwartet neben einem Bußgeld nun auch ein Punkteeintrag und ein mehrwöchiges Fahrverbot.

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