Kreis Germersheim Kurz notiert: Freckenfeld: Rat denkt über Glasfasernetz nach

Placeholder-Image

„Wir haben vor vier Jahren schon sehr viel Geld für das schnelle Internet ausgegeben – jetzt gibt es andere Anforderungen und einige Straßen sind auch noch nicht versorgt.“ Das sagte Bürgermeisterin Gerlinde Jetter-Wüst (SPD) in der jüngsten Ratssitzung. Jens Winter, Geschäftsführer der NX4 Networks GmbH stellte das Konzept des Ausbaus der Breitbandinfrastruktur der Verbandsgemeinde Kandel, Herstellung eines Glasfasernetzes, vor. Die Firma NX4 Networks mit Sitz in Erlenbach ist eine Servicefirma in der RMT-Gruppe aus Zug in der Schweiz. Diese Holding baut ein Glasfasernetz, mit dem schnelles Internet überall möglich ist. 12 Orte in der Umgebung haben bereits einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Das Glasfaserkabel wird im ganzen Ort verlegt und der Hausanschluss erfolgt unter einer Bedingung kostenlos. Wenn sich der Grundstückseigentümer im „roll out“ sprich in der Bauphase dafür entscheidet. Also spätestens, wenn der direkte Nachbar an das Glasfasernetz angeschlossen wird. Wer sich später entscheidet, muss mit 2000 Euro bis 3000 Euro Kosten rechnen. Wenn sich der Rat für einen Kooperationsvertrag entschiede und bis Ende 2017 die Verträge über die Hausanschlüsse unterzeichnet seien, könne im Sommer 2019 mit dem Bau des FTTB-Netzes in Freckenfeld begonnen werden, stellte Winter das weitere Vorgehen dar. „In Ruhe“ so schlug CDU-Gemeinderat Helmut Thürwächter vor, solle jetzt der Kooperationsvertrag geprüft werden. In der nächsten Ratssitzung könne darüber abgestimmt werden. Volker Poß wurde in der Sitzung des Verbandsgemeinderats Kandel zum Bürgermeister für die nächsten acht Jahre ernannt. Poß, der immer den Konsens mit allen sucht, gab zu, dass ihn Schärfe des Wahlkampfs und die Austragung über die sozialen Medien überrascht habe. „Der Wahlkampf hat Spuren hinterlassen bei mir und bis in die Verwaltung“. Trotzdem hoffe er auch in Zukunft parteipolitischen Zank vermeiden zu können. „Alle kommenden Projekte können nur miteinander angegangen werden“. |mldh

x