Kreis Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Kreisverwaltung: Große Pläne für Sparkassen-Gebäude

Landrat Martin Brandl ist bald Hausherr im Sparkassen-Gebäude Kandel.
Landrat Martin Brandl ist bald Hausherr im Sparkassen-Gebäude Kandel.

Ein Atrium für den Service, helle Räume, offener Zugang zu Konferenzbereichen – die Kreisverwaltung soll künftig ein begehrter Arbeitgeber sein, wünscht sich der Landrat.

Bei einem Rundgang durch das Kandeler Sparkassengebäude, bald Sitz einer Dependance der Kreisverwaltung, ist Landrat Martin Brandl (CDU) schon ganz der stolze Hausherr. Im Sommer wird der Landkreis das Sparkassengebäude „für einen einstelligen Millionenbetrag“ erwerben, kündigt Brandl an, dafür werde es auch eine Förderung geben. „Das ist ein Bruchteil von dem, was ein Neubau gekostet hätte.“ Danach ist die Sparkasse Mieterin in ihrem bisherigen Zuhause.

Im großen Atrium soll künftig das Service-Herz der Verwaltung schlagen.
Im großen Atrium soll künftig das Service-Herz der Verwaltung schlagen.
Hinter der Schranktür versteckt sich ein Waschbecken: Martin Brandl zeigt die Ausstattung im ehemaligen Büro des Sparkassen-Vors
Hinter der Schranktür versteckt sich ein Waschbecken: Martin Brandl zeigt die Ausstattung im ehemaligen Büro des Sparkassen-Vorstandsvorsitzenden.
Die Teeküche ist geräumig, bietet einen Blick über Kandel und eine Klimaanlage.
Die Teeküche ist geräumig, bietet einen Blick über Kandel und eine Klimaanlage.
Die Sparkasse zieht in den Neubau. Dort übernimmt die Kreisverwaltung des zweite Obergeschoss.
Die Sparkasse zieht in den Neubau. Dort übernimmt die Kreisverwaltung des zweite Obergeschoss.
Geräumig und beheizbar: Hier könnten Ausschüsse tagen.
Geräumig und beheizbar: Hier könnten Ausschüsse tagen.

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Der Neubau wurde 2004 errichtet. Damals wurde das schon bestehende Sparkassengebäude generalsaniert, sagt Dezernent Michael Gauly. Derzeit wird wieder umgebaut: Die Sparkasse wird in den Neubau ziehen, die Arbeiten laufen. Die Kreisverwaltung übernimmt danach komplett den Altbau und das zweite Obergeschoss des Neubaus. Um diesen Bereich anbinden zu können, wird eine Toilette in einen Verbindungsflur umgewandelt. Der Umzug wird im Laufe des Jahres 2026 erfolgen, ein genauer Termin steht noch nicht fest.

Noch nicht klar, welche Mitarbeiter umziehen

Langfristig sollen 150 Mitarbeiter der Kreisverwaltung in Kandel arbeiten. Derzeit sind hier schon 15 Frauen und Männer mit ihren Büros, darunter die Wirtschaftsförderung, Tourismus und der Kreisrechtsausschuss. Er wisse, dass sich viele fragten, ob sie umziehen müssten, sagt Brandl mit Blick auf Bedenken unter den Mitarbeitern. Aber das wisse man noch gar nicht: „Wir werden gemeinsam erarbeiten, welche Abteilung Vorteile davon hat, wenn sie hierher zieht.“ Die Bauabteilung zum Beispiel könne zumindest derzeit nicht nach Kandel gehen – dazu gibt es noch zu viele Akten, die erst digitalisiert werden müssten.

Jeden Montag trifft sich schon jetzt der Führungskreis in Kandel. Getagt wird von 8 bis 12 Uhr, danach sucht man sich einen Arbeitsplatz. Das gilt auch für den Landrat, der sich an diesem Tag einen der vier Schreibtische in einem schicken Büro ausgewählt hat. Mit einem Schmunzeln öffnet Brandl eine Schranktür, hinter der sich ein Waschtisch verbirgt: In diesem Raum residierte einst der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse.

Eine neue Service-Welt

Das große Atrium soll künftig dem Service gewidmet sein. „Das wird eine neue Welt, wie man sie in unserer Verwaltung noch nicht kennt“, verspricht Brandl. „Was wir hier lernen, werden wir in Germersheim umsetzen.“ Die Frage sei: „Wo ist der Kundenbedarf?“, sagt Brandl.

Die Anzahl der Außenstellen der Kreisverwaltung in Germersheim wird hingegen reduziert. Die Außenstelle im Weißenburger Tor sei schon aufgelöst, sagt Gauly. Auch der Standort in der Waldstraße mit 50 bis 60 Mitarbeitern soll aufgekündigt werden, der in der Sandstraße ebenso. In Germersheim werde man sich vor allem auf das Hauptgebäude am Luitpoldplatz und die 17er Straße konzentrieren. Dort ist schon bald die Einrichtung eines Infopunktes geplant.

Ein großer Vorteil in Kandel: Anders als in Germersheim gibt es ausreichend Parkplätze für die Mitarbeiter der Kreisverwaltung. Nahe zum Gebäude befinde sich „ein riesiger Parkplatz“, so Gauly, dazu kämen die Stellplätze direkt am Haus – insgesamt etwa 150 Parkplätze. Außerdem gebe es Synergieeffekte für die Kandeler Innenstadt, sagt Brandl.

Eine große Bürofläche könnte sogar die Kreisaula als Tagungsort ergänzen, denn anders als in Germersheim müsse man hier nicht frieren, merken Brandl und Gauly an. Und eine große Teeküche bietet einen Blick über die Stadt – und eine Klimaanlage: „Hier komme man auf Augenhöhe mit anderen Arbeitgebern“, sagt Landrat Brandl. Denn schließlich ist auch die Kreisverwaltung stets auf der Suche nach neuen Fachkräften.

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