Maximiliansau RHEINPFALZ Plus Artikel Kreisel wird schön gemacht

Man muss schon genau hinschauen, um den Kreisel zu erkennen. Nur eine Warnbkae und drei Schilder sind noch übrig.
Man muss schon genau hinschauen, um den Kreisel zu erkennen. Nur eine Warnbkae und drei Schilder sind noch übrig.

Seit fast sechs Jahren gibt es am südlichen Ortsausgang von Maximiliansau einen provisorischen Kreisel. Dieser ist wegen seines Erscheinungsbildes vielen Bürgern ein Dorn im Auge. Doch bald soll es Abhilfe geben.

Eine von einst drei rot-weiß-gestreiften Warnbaken ist noch übrig, dazu drei kreisrunde blaue Schilder, die die Verkehrsrichtung angeben. Der Kreisel am südlichen Ortsausgang von Maximiliansau ist in der Tat in einem bemitleidenswerten Zustand. Fairerweise muss man sagen, dass er einst auch nur als Provisorium gedacht war. Damals, als die Stadt Wörth einen politisch umstrittenen Versuch starten wollte, um mittels einer Schranke den aus Richtung Hagenbach kommenden Pendlerverkehr nach Karlsruhe zu stoppen. 2018 war das. Infolge der Rheinbrücken-Sanierung drohte Maximiliansau allmorgendlich im Verkehrschaos zu ersticken, weil viele Autofahrer abkürzen wollten. Die Schranken sind Geschichte, der Kreisel ist noch da.

Der Kreisverkehr sei als Provisorium angekündigte gewesen. Jetzt sollten sich die Verkehrsteilnehmer gewohnheitsbedingt damit abfinden. „Das lehnen wir als CDU ab“, sagte Egon Förster in der Sitzung des Stadtrates Wörth. Förster warf Stadtbürgermeister Dennis Nitsche (SPD) vor, damals in einer Nacht-und-Nebel-Aktion 95.000 Euro sinnlos verbaut zu haben. „Sie wissen, dass das nicht stimmt. Die Fraktionen waren immer vollständig informiert“, antwortete Nitsche. Es sei um eine modellhafte Entwicklung gegangen, dass das Projekt nicht habe umgesetzt werden können, sei eine andere Geschichte.

CDU will zurück zur abknickenden Vorfahrt

Die Christdemokraten stellten den Antrag, dass die Verwaltung die Anordnung eines Verkehrskreisels am südlichen Ortseingang von Maximiliansau aufheben solle. „Sie soll durch eine abknickende Vorfahrt ersetzt werden, so wie es früher an dieser Stelle war“, forderte Förster. Damit werde die Verkehrsführung zumindest wieder in einen ordentlichen Zustand versetzt.

Zu ästhetischen Dinge wolle er sich nicht äußern, aber der Kreisel sei nicht dysfunktional, wie von der CDU behauptet, meinte Jürgen Nelson. Die Autofahrer müssten abbremsen, an die Verkehrsregeln werde sich gehalten und Unfälle gebe es an dieser Stelle auch keine. Nelson stellte im Namen der SPD-Fraktion den Antrag, statt einer abknickenden Vorfahrt den Kreisel ordentlich auszubauen. „Platz ist ja genug vorhanden“, so Nelson.

Knappe Abstimmung

Nitsche (SPD) erinnerte daran, dass die Cany-Barville-Straße ausgebaut werden soll. „Das wird 2024 oder 2025 soweit sein. In den Plänen ist an dieser Stelle einen Kreisel vorgesehen. Aus meiner Sicht macht es keinen Sinn, jetzt ein Provisorium durch ein anderes Provisorium zu ersetzen“, sagte der Bürgermeister. Mit 14 Jastimmen bei 13 Neinstimmen und einer Enthaltung nahm der Stadtrat des SPD-Antrag an. Im Haushalt 2023 soll Geld für einen dauerhaften Ausbau des Kreisels eingeplant werden.

Ursula Radwan (Grüne) forderte, dass beim Kreiselausbau an die Radfahrer gedacht werden. „Das haben wir auf dem Schirm. Beim Ausbau der Cany-Barville-Straße ist ein Radweg vorgesehen. Wir wissen, dass das eine zentrale Straße für den Radverkehr im Ort ist“, so Nitsche.

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