Kreis Germersheim Kraftsportler wollen Anbau stemmen

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Der Anbau der Kraftsportabteilung des Turn- und Gymnastikvereins (TGV) an die Sport- und Freizeithalle hat eine Hürde genommen. Der Ortsgemeinderat stimmte dem Projekt zu und vergab die Planung an ein Ingenieurbüro.

Die Räume der Abteilung Kraftsport des Turn- und Gymnastikvereins (TGV) sind für die vielen aktiven Mitglieder zu eng geworden. Für ein Anbau an die bestehenden Räume wären 180.000 Euro zu veranschlagen, wobei mit baulichen Schwierigkeiten zu rechnen sei und es stünden noch immer keine Duschen und Umkleiden zur Verfügung. Die Alternative ist, ein Anbau an der Sport- und Freizeithalle (wir berichteten).

Für einen 250 Quadratmeter großen, ebenerdigen, eingeschossigen Anbau sind nach einer groben Schätzung 220.000 bis 250.000 Euro zu veranschlagen. Die Kraftsportler könnten die bestehenden Sanitäranlagen in der Halle benutzen. Der TGV würde für das Grundstück des Anbaus ein Erbbaurechtsvertrag abschließen und die Kosten des Anbaus selbst stemmen. Die Planungskosten übernimmt die Gemeinde.

Die Abteilung Kraftsport hat bereits eine Beitragserhöhung zur Finanzierung des Projekts beschlossen, die Vorstandschaft und der Vereinsausschuss stimmten den Bedingungen zu, sofern die Baukosten auf 250.000 Euro gedeckelt werden, knüpft die Realisierung an eine entsprechende Entscheidung seiner Mitgliederversammlung im März. Im Vorgriff auf diese Entscheidung möchte die Gemeinde bereits mit den Planungen beginnen und wird eine Bodenuntersuchung in Auftrag geben. Bestandteil der Vereinbarung ist die anschließende Auflösung des Erbpachtvertrages für das jetzige Domizil der Kraftsportler. Für die Wertsteigerungen durch Investitionen des TGV in das Gebäude wird die Gemeinde einen Wertausgleich an den TGV zahlen, der auf rund 30.000 Euro geschätzt wird. Die Planungskosten werden ebenfalls auf etwa 30.000 Euro taxiert. Der Verein wird von der Gemeinde bei der Beantragung von Zuschüssen unterstützt. Es wird mit einem Baubeginn im Jahr 2015 gerechnet.

Walter Liebel, Vorsitzender des TGV bekräftigte in der Ratssitzung, dass die Vereinsgremien hinter dem Plan stehen und ist zuversichtlich, dass die Mitgliederversammlung zustimmt. Thomas Ochsenreither (CDU) erwartet durch die Realisierung des Projekts eine Entspannung der Parksituation in der Ortsmitte. Theo Geiger (SPD) steht wie alle Räte hinter der Maßnahme, wünscht allerdings die Vorlage von Alternativplänen. Norbert Fischer (Grüne) sieht die Raumnot der Kraftsportler als erfreuliches Luxusproblem, bezeichnete es als Wermutstropfen, dass nach der Sanierung der Sport- und Freizeithalle dort eine neue Baustelle eröffnet wird. Um den Baurahmen auch bei Kostensteigerungen nicht zu sprengen, sollte man keiner Planung zustimmen, die zu Beginn die preisliche Obergrenze antastet, sagte Ortsbürgermeister Matthias Schardt (CDU) auf eine Frage von Kurt Korn (SPD). Der Realisierung des Projekts und der Vergabe der Planungen an das Büro Humbert stimmten alle Gemeinderäte zu. (zir)

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