Kreis Germersheim Kommentar: Irrational

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Ganz klar: Man darf Sicherheitsbedenken von Eltern nicht bagatellisieren. Grund zur Panik besteht angesichts der vorgeschlagenen Änderungen in Sachen Schülerbeförderung im Bereich der Verbandsgemeinde Hagenbach aber nun wirklich nicht. Ein Fußweg vom Bahnhaltepunkt in der Wörther Mozartstraße zum – wohlwollend gerechnet – 800 Meter entfernten Schulkomplex in der Forststraße sollte für jedes gesunde Kind binnen 15 Minuten zu schaffen sein, ohne dass es „nass geschwitzt“ in der Schule ankommt. Selbst mit Schulranzen auf dem Rücken. Falls dem nicht so ist, dann sollten die Eltern mal überlegen, wieso Sportdozenten klagen, unsere Kinder würden sich zu wenig bewegen. Auch dass es ab und zu regnet, soll hier nicht verschwiegen werden. Doch dies ist kein Alleinstellungsmerkmal der Verbandsgemeinde Hagenbach. Der Einwand, eine Zugfahrt sei gefährlicher als eine Busfahrt, lässt sich ebenfalls mit keiner Statistik belegen, ganz im Gegenteil. Und nicht zuletzt bedarf es sehr viel Fantasie, um einen bis zu fünf Minuten dauernden Halt des Zuges am Bahnhof Wörth, mit dem eventuelle Verspätungen abgepuffert werden sollen, zum unkalkulierbaren Risiko machen. Als würden dort dunkle Gesellen nur darauf warten, bis sich die Zugtüren öffnen. Natürlich kann es auf dem Schulweg Unfälle geben, ganz egal ob dieser Weg mit dem Bus, Zug, Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt wird. Als gefährlichster Ort in Deutschland gilt aber trotz allem noch immer der eigene Haushalt.

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