Kreis Germersheim Kommentar: Freiwillig!

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Wenn Politiker mit Vorwürfen und Ansprüchen den Bogen überspannen, sind die ehrenamtlichen Helfer irgendwann weg.

Der Zwiespalt begleitet die Tafeln von Anfang an: Eigentlich wollen sie nur armen Menschen helfen, etwas Geld zu sparen. Dafür verteilen sie Lebensmittel, die sonst vernichtet würden. Denn grundsätzlich ist für die Versorgung der Armen der Staat zuständig. Arme sollen nicht von privater Wohltätigkeit, von zufälligen Almosen abhängig sein. Deshalb haben sie Rechte: Das Recht auf ein Dach über dem Kopf. Und das Recht auf ausreichend Nahrung. Dafür aber können die Tafeln gar nicht gerade stehen. Und das müssen sie auch nicht. Denn ihre Helfer arbeiten ehrenamtlich. Also freiwillig. Wenn Politiker mit Vorwürfen und Ansprüchen den Bogen überspannen, sind die Helfer irgendwann weg. Wobei viele ehrenamtliche Strukturen wahrscheinlich in absehbarer Zeit zusammenbrechen: Die Rente mit 67 und der zunehmende Wegfall von Vorruhestandsregelungen werden dafür sorgen. Immerhin: Die Politiker vor Ort, wissen, was die Stunde geschlagen hat. Die Tafel Wörth muss vielleicht bald keine Miete mehr zahlen: Jockgrim und Kandel haben bereits zugestimmt, in Wörth und Hagenbach steht die Entscheidung noch aus.

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