Kandel Klinikteil wird im Januar abgerissen

So soll der neue Eingangsbereich zur Klinik einmal aussehen.
So soll der neue Eingangsbereich zur Klinik einmal aussehen.

Die Pläne für den Neubau an der Asklepiosklinik Kandel sind auf der Zielgeraden. Ab wann es sichtbare Veränderungen geben wird und welche Auswirkungen die Arbeiten auf den Klinikalltag haben.

Erst wurden die Kliniken im Kreis hinsichtlich der Abteilungen umgebaut, nun geht es an die Gebäude. So ist an der Asklepiosklinik Kandel eine Erweiterung samt Neubau geplant. Dabei soll der Verwaltungsbau abgerissen werden. Die zentrale Notaufnahme, der OP-Bereich und die Intensivstation bekommen komplett neue Räume. Diese sollen entlang der Luitpoldstraße errichtet werden, geplant ist ein dreistöckiges Gebäude. Ein Grund für diese Pläne ist, dass der Brandschutz in dem Gebäude aus den 1970ern nicht mehr in allen Gebäudeteilen den Vorschriften entspricht. Die Betriebsgenehmigung für diese Bereiche läuft Ende 2024 aus.

„Wir sind bauantragsfähig“, sagt nun Geschäftsführer Frank Lambert. Der Neubau in Kandel sei in das Förderprogramm des Landes aufgenommen worden. Die Pläne lägen beim Ministerium und es gehe nur noch um letzte Absprachen. Im Januar 2024 wird voraussichtlich der erste Gebäudeteil abgerissen, sagt Lambert. Im Januar 2026 könnte der erste Trakt in Betrieb genommen werden, sofern alles planmäßig läuft. 2027/2028 soll der Neubau dann insgesamt fertig sein. Die Kosten für die Maßnahmen liegen im „hohen zweistelligen Millionenbereich“, sie werden anteilig von Klinik und Land übernommen.

Eingang wird verlegt

Was bedeutet das konkret für Patienten und Besucher? Besonders augenfällig ist, dass der Eingang verlegt werden wird. Die Klinik ist dann über den Hof und die jetzige Cafeteria, die etwas Fläche abgeben muss, zugänglich. Für die Patienten wird sich ansonsten nicht viel ändern. „Die Bettenhäuser sind zunächst nicht betroffen“, sagt Lambert. Die sogenannten Funktionshäuser werden erst fertiggestellt, bevor die entsprechenden Abteilungen umziehen. Aber der Baulärm wird natürlich hörbar sein.

Betroffen sind natürlich die Klinikmitarbeiter, auch der Geschäftsführer selbst. „Wir werden enger zusammenrücken“, sagt Lambert, dessen Büro sich auch in dem Gebäudeteil befindet, der als erstes abgerissen werden soll. Ein Teil der Verwaltung wird an den Standort Germersheim ausgelagert. Außerdem werden Themen wie Homeoffice und Desksharing (geteilter Schreibtisch) eine Rolle spielen, kündigte Lambert an.

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