Kandel Klimaschutzmanagerin geht, Energiemanager gesucht
Seit zwei Jahren gibt es mit Victoria Singler bereits eine „Klimaschutzmanagerin“, die allerdings zum Jahresende aufhört und neue berufliche Chancen in Norddeutschland nutzen möchte, wo sie herkommt. Ihre Stelle, befristet bis Ende 2023, ist wieder ausgeschrieben. Gesucht wird jetzt auch ein Energiemanager. Dieser soll die Liegenschaften der Verbandsgemeinde Kandel, also alle 50 Gebäude und deren Nutzer beraten mit dem Ziel, weniger Energie zu verbrauchen oder die Energiebezugskosten zu vermindern. „Der Schlüssel für den Erfolg liegt dabei in der Koordination und Zusammenführung einer Vielzahl von Aufgaben, zu denen unter anderem eine systematische Energieverbrauchserfassung und Kontrolle, eine Analyse und Optimierung der Gebäudetechnik, der dort installierten technischen Einrichtungen und deren Nutzung, die Überprüfung und Optimierung der Regelungseinrichtungen, die Überprüfung und gegebenenfalls eine Anpassung der Energiebezugsverträge, die Lenkung von Wartungs- und Instandhaltungsbemühungen, die Schulung der Gebäudeverantwortlichen und schließlich auch die Motivierung der Nutzer zu energiesparendem Verhalten zählen“, heißt es in der Vorlage für den Verbandsgemeinderat.
70 Prozent zahlt der Bund
Dieser beschloss die Ausschreibung der Stelle mit Mehrheit vor dem Hintergrund, dass die Verbandsgemeinde vom Bund für drei Jahre einen Zuschuss in Höhe von 70 Prozent der Personalkosten bekommt. Ebenfalls bezuschusst werden Ausgaben für Software bis 20.000 Euro, Messtechnik/Zähler/Sensorik bis 50.000 Euro und die Durchführung von Gebäudebewertungen und Zertifizierungen durch externe Dienstleister an bis zu 45 Beratertagen.
Drei Gegenstimmen
Da die Stelle eines Energiemanagers bisher nicht im Haushalt der Verbandsgemeinde ausgewiesen ist, müssen Haushalt und Stellenplan geändert werden. Deswegen wird auch ein Nachtragshaushalt 2022 erforderlich. Josef Vollmer (CDU), der als Erster Verbandsbeigeordneter die Sitzung am Donnerstag im Bürgerhaus Steinweiler leitete (er vertrat den erkrankten Bürgermeister Volker Poß (SPD) sagte, man folge mit dieser Stellenausschreibung der Empfehlung des zuständigen Ausschusses für Klimaschutz, Landwirtschaft, Umwelt und Gewässer. Der Beschluss des Rates (drei Gegenstimmen, eine Stimmenthaltung) sei Voraussetzung für die Antragsstellung beim Bund, so Vollmer.