Kandel Keine Interessenten für Migrationsbeirat

Groß ist die Enttäuschung in Kandel darüber, dass es keine Wahlvorschläge für den Migrationsbeirat gab.
Groß ist die Enttäuschung in Kandel darüber, dass es keine Wahlvorschläge für den Migrationsbeirat gab.

Nicht nur Beigeordneter Hans Hruschka (SPD) ist schwer enttäuscht. Für die Wahl des Migrationsbeirats, die eigentlich hätte zusammen mit der Wahl des Verbandsbürgermeisters am 10. November 2024 erfolgen sollen, gab es keine Wahlvorschläge. Man habe wirklich alles probiert, viele Gespräche geführt, sagte auch Bürgermeister Michael Gaudier (CDU). Noch in der vergangenen Legislaturperiode hatte es in der Stadt einen Migrationsbeirat gegeben.

Letztes Mal neun Mitglieder dabei

Dessen Vorsitzende Irene Lamberz kandidierte bei den vergangenen Kommunalwahlen auf der Liste der SPD für den Kandeler Stadtrat. Sie leitete den 2020 erstmals gewählten Beirat für Migration und Integration, wurde einstimmig gewählt, ebenso wie ihre Stellvertreter Serkan Pitirkan und Bshar Alali. Insgesamt neun Mitglieder gehörten dem Gremium an. Nun gab es gar keine Bewerber mehr.

Rätselraten über Gründe

Über die Gründe dafür darf gerätselt werden. Aufgeben sollte man den Versuch deshalb aber noch nicht, meinte SPD-Sprecherin Anette Knauth in der jüngsten Sitzung des Stadtrates und warb für eine weitere Kampagne in den Medien. Beigeordneter Hruschka gab aber zu bedenken, dass für den Fall, dass sich auch diesmal niemand melden sollte, die Fraktionen über Vorschläge nachdenken sollten. Man möchte einen solchen Beirat, in dem in der vergangenen Periode übrigens die Anregung diskutiert wurde, auf dem Kandeler Friedhof ein eigenes Gräberfeld für Verstorbene muslimischen Glaubens anzulegen. Die Planungen hierfür laufen.

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