Wörth Katastrophenschutz: Bei Industriebrand kommt Hilfe aus Nachbarlandkreis
Alle Leitenden Notärzte und fast alle Organisatorischen Leiter haben im Landkreis Germersheim gekündigt. Doch im Notfall springen jetzt die Kollegen aus dem Nachbarlandkreis ein, die Absprachen funktionieren. Das ist ein Fazit aus einem Industriebrand von Freitagnachmittag, der der Freiwilligen Feuerwehr Wörth gegen 16.40 Uhr gemeldet worden war. Zusammen mit den Feuerwehren Jockgrim, Büchelberg, Schaidt und Maximiliansau waren die Wehrleute zum zum Industriegebiet am Oberwald ausgerückt.
Dort war in einer Produktionsanlage ein Brand ausgebrochen. Eine Papiermaschine war verstopft, daraufhin eine heiß gelaufene Rolle in Brand geraten. Beim Eintreffen der Wehrleute hatten die Mitarbeiter der Firma den Brand bereits weitestgehend selbst gelöscht. Danach habe jedoch bei fünf Menschen ein Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung bestanden, sagt Wehrleiter Jürgen Stephany. Daher habe man gemäß dem Alarmplan des Landkreises auch einen Organisatorischen Leiter (OL) und einen Leitenden Notarzt angefordert. Der OL kam aus dem Kreis gekommen, dazu seien noch Kollegen aus Landau ausgerückt. Konkret ging es bei den fünf Leichtverletzten darum, zu koordinieren, dass genug Rettungswagen zu Verfügung stehen und eine Klinik kontaktiert wird. Die Absprachen mit den Kollegen von der Südlichen Weinstraße hätten „sehr gut geklappt, das war einwandfrei“, sagt Stephany auf Anfrage. „Wir haben aktuell an der Einsatzstelle keinen Nachteil.“
Die fünf Mitarbeiter wurden schließlich in das Krankenhaus Kandel gebracht. Die Feuerwehr hat den Bereich um die Brandstelle kontrolliert und Nachlöscharbeiten vorgenommen.